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Tödlicher Streit in Straßwalchen: Mordprozess ab 13. Juli

Der 54-Jährige feuerte auf offener Straße. Neumayr/Archiv
Der 54-Jährige feuerte auf offener Straße.

Am 13. Juli muss sich ein 54-Jähriger wegen eines tödlichen Streits in Straßwalchen (Flachgau) vor einem Geschworenengericht in Salzburg verantworten. Der Tschetschene soll im Februar 2015 einen 53-jährigen Landsmann erschossen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord vor. Noch keinen Prozesstermin gibt es im Tötungsfall Saalfelden (Pinzgau), bei dem eine Frau erstochen wurde.

Der 54-jährige Angeklagte hat seinen Kontrahenten am 5. Februar laut Anklage auf offener Straße vorsätzlich erschossen. Offenbar gab es vorher wegen der Reparatur eines Wagens einiges zu klären. Doch die Unterredung eskalierte.

Warnschuss landet in der Brust

Der Beschuldigte (Verteidiger Jörg Dostal) war bisher grundsätzlich geständig. Er sprach aber von einem fatalen Unfall. Der Mann habe ihn beleidigt und beschimpft. Er habe auch nur einen Warnschuss abgeben wollen, beteuerte er. Der 53-Jährige Tschetschene erlitt einen Steckschuss in der Brust. Er starb noch am Tatort. Der Prozess, der im Ersatzquartier des Landesgerichts Salzburg in der Weiserstraße stattfindet, beginnt um 9.00 Uhr im Saal E18.

Saalfelden: Anklage bereits eingebracht

In der Causa Saalfelden ist die Anklage wegen Mordes gegen einen 21-jährigen Österreicher beim Landesgericht Salzburg zwar bereits eingebracht worden, doch ein Prozesstermin wurde noch nicht fixiert. Der Beschuldigte soll seine 19-jährige, ehemalige Freundin in der Nacht auf 9. Oktober 2014 regelrecht abgeschlachtet haben. Er fügte ihr laut Anklage rund 50 Stich- und Schnittverletzungen zu. Dabei habe er fünf verschiedene Messer verwendet.

Der Beschäftigungslose soll die grauenvolle Tat in der Wohnung seiner Mutter im Voraus geplant und sich im Internet dazu Informationen beschafft haben. Kriminalpsychologe Thomas Müller ortete in seinem Sachverständigen-Gutachten einen "Overkill". Neuropsychiater Ernst Griebnitz attestierte dem 21-Jährigen aber Zurechnungsfähigkeit. Verteidigerin Liane Hirschbrich bezeichnete ihren Mandanten als psychisch krank und meinte, er sei zur Tatzeit nicht zurechnungsfähig gewesen. Die Rechtsanwältin will ihre Ansicht mit einem weiteren Gutachten untermauern. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Einweisung des Mannes in eine Anstalt für zurechnungsfähige, aber geistig abnorme Rechtsbrecher.

Noch keine Anklage in Beziehungstat von Kaprun

Noch keine Anklage wurde wegen einer tödlichen Beziehungstat am 18. Februar 2015 in Kaprun (Pinzgau) erhoben. Ein 59-jähriger Pinzgauer soll den Ermittlungen zufolge seine 57-jährige Ehefrau im Schlafzimmer mit einem Brecheisen getötet haben. Der Beschuldigte war nach der Tat offenbar aus Verzweiflung mit seinem Wagen gegen eine Tunnelwand gefahren. Er wurde dabei schwer verletzt.

(APA)

(Quelle: S24)

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