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Unwetter: Überschwemmte Keller und Straßen in Grödig

In der Glanstraße wurden mehrere Keller überflutet. FMT-Pictures/E.X.
In der Glanstraße wurden mehrere Keller überflutet.

Das schwere Unwetter dass Samstagabend über die Flachgauer Gemeinde Grödig zog, überschwemmte Straßen und Keller. Insgesamt waren in ganz Salzburg 299 Mann von 18 Feuerwehren im Einsatz.

Die Landesstraße zwischen Grödig und Fürstenbrunn stand Samstagabend nach dem Unwetter total unter Wasser. Die Kanale waren völlig überlastet und gingen über. Die Straße musste für kurze Zeit gesperrt werden.

Kurzes Unwetter, großer Schaden

Rund 40 Helfer der Feuerwehr Grödig mussten ausrücken um nach und während dem Unwetter überflutete Keller auszupumpen. Auch das Gasthaus Schnöll in der Glanstraße stand unter Wasser. Das Unwetter zog zwar nach rund 30 Minuten weiter, hinterließ jedoch gewaltigen Schaden.

Wieder Murenabgänge

In den frühen Abendstunden zog eine Gewitterfront über das Bundesland. Vor allem im Flachgau führten starke Regenfälle zu kleinräumigen Überschwemmungen. Auch mehrere Muren gingen auf Straßen ab. Insgesamt mussten die Freiwilligen Feuerwehren zu 53 Einsätzen ausrücken, sagte ein Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos zur APA.Am stärksten betroffen war dieses Mal das Gebiet um Hof und Faistenau. Dort kam es im Bereich Tiefbrunnau und Baderluck zu zwei Murenabgängen. Im Bereich des Jagdhofes wurde die Wolfgangsee Bundesstraße von Schlamm und Geröll verlegt. Alle Muren konnten aber rasch beseitigt werden, sodass es zu keinen gröberen Verkehrsbehinderungen kam, so ein Polizeisprecher. Auch auf die Großglockner Hochalpenstraße ist laut Feuerwehr eine Gerölllawine abgegangen.

53 Feuerwehr-Einsätze

Der überwiegende Teil der insgesamt 53 Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren betraf überschwemmte Keller, Unterführungen und umgestürzte Bäume. In Summe standen 299 Helfer von 18 Feuerwehren im Einsatz. Die Berufsfeuerwehr in der Landeshauptstadt musste witterungsbedingt lediglich einmal ausrücken, weil in eine Wohnung Wasser eingedrungen war.

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) verfügt zwar in den am stärksten betroffenen Gebieten über keine eigenen Messstellen, Meteorologin Claudia Riedl schätzt aber aufgrund der Entwicklung der Gewitterzelle, dass dort rund 40 bis 60 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen sein dürften. "Das ist keine besonders große Menge, aber sie fiel in sehr kurzer Zeit, und das war das Problem." Heute, Sonntag, dürfte es ihren Angaben zufolge höchstwahrscheinlich trocken bleiben, am Montag und in der Nacht auf Dienstag sei aber wieder mit Gewittern und Starkregen zu rechnen, der Schwerpunkt werde vermutlich wieder im Norden des Landes liegen.

Unwetter in Oberösterreich

Eine Gewitterfront mit Starkregen hat in der Nacht auf Sonntag rund 250 Einsätze der Feuerwehr in Oberösterreich nötig gemacht. Besonders stark betroffen war der Zentralraum, wie das Landes-Feuerwehrkommando Oberösterreich in einer Presseaussendung mitteilte.Zahlreiche Keller in den Gemeinden Ansfelden, Marchtrenk, Leonding, Pucking und Traun mussten ausgepumpt werden, auch umgerissene Bäume mussten von den Straßen entfernt werden. In Schlüßlberg (Bezirk Grieskirchen) schlug ein Blitz in einen Bauernhof ein und beschädigte ein Dach.

Bei einem Feuerwehr-Jugendlager, das derzeit in Walding stattfindet, wurden 600 Kinder während des Unwetters im Feuerwehrhaus in Sicherheit gebracht, einige Zelte des Lagers wurden beschädigt. Bis 22.00 Uhr waren mehr als 100 Feuerwehrtruppen im Einsatz.

(Quelle: S24)

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