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"Wake Up": Bürmoos stellt sich der Drogenproblematik

Vier Drogentote verzeichnete die Gemeinde Bürmoos in den Jahren von 2010 bis 2014 (Symbolbild). APA/Helmut Fohringer/Archiv
Vier Drogentote verzeichnete die Gemeinde Bürmoos in den Jahren von 2010 bis 2014 (Symbolbild).

Die Flachgauer Gemeinde Bürmoos hatte in Vergangenheit immer wieder Drogentote zu beklagen. Nach wie vor machen Suchtmittel die Runde, mit der Informationsveranstaltung "Wake Up" und nötiger Hilfestellung will sich Bürmoos dem nun entgegenstellen.

Auch wenn es in den letzten Jahren etwas ruhiger wurde rund um die Drogenszene in Bürmoos, so verzeichnete noch vor etwa vier Jahren die Gemeinde immer wieder Drogentote: In den Jahren von 2010 bis 2014 starben insgesamt vier Menschen an den Folgen von Drogenkonsum. Die Polizei stellte daraufhin Ermittlungen an und forschte sechs Dealer sowie rund 100 Konsumenten in der Region aus.

Nach wie vor Drogenhandel in Bürmoos

Der Bürmooser Reinhold Uebelhör, der für "Wake Up" die Pressearbeit übernimmt, weiß, dass das Thema noch lange nicht vom Tisch ist: "Wir wissen von verschiedenen Erzählungen – darunter auch von Jugendlichen – dass nach wie vor verschiedene Stoffe angeboten werden." Warum gerade Bürmoos sich hier zu so einem Hotspot im Flachgau entwickelte, kann auch er sich nicht erklären. "Dafür gibt es keine Erklärung. Genauso wenig dafür, dass Drogenkonsum quer durch alle Gesellschaftsschichten stattfindet."

Drogenproblematik öffentlich zum Thema machen

Nun soll das Thema Drogenkonsum in einer öffentlichen Diskussion angesprochen werden. Uebelhör hat dazu gemeinsam mit der Gemeinde Bürmoos, der Apotheke Bürmoos und der Jugendabteilung des SV Bürmoos die Veranstaltung "Wake Up" ins Leben gerufen. Dabei wird am Freitag, 9. November, im Gemeindesaal das Salzburger Drogenfilm "Die beste aller Welten" gezeigt. Im Anschluss findet dann eine Diskussion mit Regisseur Adrian Goiginger und Arzt Günter Goiginger sowie zwei Betroffenen, statt.

"Wake Up" soll auf Thema aufmerksam machen

In einem ersten Schritt soll mit der Veranstaltung erst einmal ein Bewusstsein für das Thema geschafft werden, gerade bei Jugendlichen. Nach "Wake Up" wollen die Veranstalter auf die Vorschläge der Bürger eingehen, für nächstes Jahr ist dann eine Grillparty am See geplant, bei der man sich mit den Jugendlichen zusammensetzt, um über die Suchtproblematik zu sprechen. "Drogen sind ja nicht das einzige Problem. Wesentlich verbreiterter ist der Alkohol. Dazu kommen gerade bei Jugendlichen auch noch andere Probleme wie die Internetsucht", so Uebelhör.

Breit aufgestellte Hilfe für Jugendliche

In einem "Mosaik aus weiteren Veranstaltungen" will Uebelhör den Jugendlichen dann die nötige Hilfestellung bieten. Dazu sollen auch Eltern, Familie und Jugendbetreuung stark miteingebunden werden. "Wir wollen Drogenprävention unter Einbindung aller. Je breiter aufgestellt man hier ist, desto höher sind die Erfolgschancen", weiß der Pressesprecher.

Für Freitag läuft der Vorverkauf bereits gut, die Veranstalter sind zuversichtlich, den 300 Personen fassenden Gemeindesaal auch entsprechend zu füllen.

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(Quelle: S24)

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