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Zwei Salzburger Staatssekretäre in der neuen Bundesregierung

Fuchs und Edtstadler wurden am Montag als Staatssekretäre angelobt. APA/ROLAND SCHLAGER
Fuchs und Edtstadler wurden am Montag als Staatssekretäre angelobt.

In der am Montag neu angelobten Bundesregierung finden sich auch zwei Vertreter aus Salzburg wieder: Karoline Edtstadler aus Elixhausen (Flachgau) ist Staatssekretärin im Innenministerium, Hubert Fuchs aus St. Johann im Pongau übernimmt das Staatssekretariat für Finanzen.

Edtstadler (36) wird als Staatssekretärin im Innenministerium "Aufpasserin" für den blauen Innenminister Herbert Kickl. Auf diese Funktion und Aufgabe soll vor allem Bundespräsident Alexander Van der Bellen gedrängt haben. Ursprünglich war Edtstadler auch für andere Regierungsfunktionen im Gespräch.

Edtstadler gilt als resolute Richterin

Für einiges mediales Aufsehen sorgte 2010 ein Fall, in dem Edtstadler ein bis dahin unbescholtenes Brüderpaar zu relativ hohen Strafen verurteilte, weil diese bei einer Demonstration gegen die Asylpolitik der damaligen ÖVP-Innenministerin Maria Fekter einen Polizisten verletzt haben sollen. Das Oberlandesgericht Linz hob die Verurteilung in wesentlichen Punkten auf, weil das Strafmaß selbst dem Staatsanwalt überzogen erschienen war.

Im Jahr 2014 war die Flachgauerin bereits in Wien im Kabinett von Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) tätig. Danach wurde sie Oberstaatsanwältin in der Korruptionsstaatsanwaltschaft, ehe sie im Vorjahr als juristische Mitarbeiterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg anheuerte.

Zur Person: Karoline Edtstadler, geboren am 28. März 1981 in Salzburg. Aufgewachsen in Elixhausen. Studium der Rechtswissenschaften in Salzburg. Zuletzt juristische Mitarbeiterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg. Mutter eines Sohnes, lebt in Straßburg und Salzburg.

Hubert Fuchs: Doppeldoktor als profunder Finanzexperte

Hubert Fuchs kommt die klassische Aufpasser-Aufgabe in einer Koalition zu. Er überwacht als Staatssekretär für die Freiheitlichen die Tätigkeit von Finanzminister Hartwig Löger. Da der ÖVP auch das Kanzleramt zufällt, ist Fuchs' Job einer der wichtigeren für die FPÖ.

Zumindest fachlich sollte der 48-Jährige aus St. Johann im Pongau kaum scheitern. Er hat ein Betriebswirtschaftsstudium in Wien und ein Jusstudium in Salzburg jeweils mit Doktorgrad abgeschlossen. Zudem ist er seit etlichen Jahren in der Kammer der Wirtschaftstreuhänder standespolitisch tätig. Sein Geld verdient er zu einem kleineren Teil als Nationalratsabgeordneter, zu einem größeren als Steuerberater. Dem Parlament gehört Fuchs als Wiener Abgeordneter seit 2013 an. Damals war er von Parteichef Heinz-Christian Strache stolz als profunder Finanzexperte für den Nationalrat präsentiert worden.

Zur Person: Hubert Fuchs, geboren am 13. Jänner 1969 in St. Johann in Pongau. Doktor der Betriebswirtschaftslehrer und Doktor iur. Beruflich als Steuerberater tätig. Seit 2013 Abgeordneter zum Nationalrat.

(APA/SALZBURG24)

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