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Die Zeit drängt

Wie ihr euren Garten winterfit macht

Pflanzen kommen durch kalte Jahreszeit

Auch wenn die zuletzt sehr sonnigen Tage in Salzburg möglicherweise einen anderen Eindruck vermittelt haben könnten: Der Winter naht und es ist Zeit den Garten, Balkon oder die Terrasse fit für die kalte Jahreszeit zu machen. Ein Gärtner aus der Landeshauptstadt hat uns verraten, was dabei alles zu beachten ist.

Der Winter steht in Salzburg vor der Tür. Und das spürt man nicht erst in der Nacht, wenn sich die Temperaturen mancherorts dem Gefrierpunkt nähern – oder wie die 0-Grad-Grenze im Innergebirg schon längst überschritten wurde. Die kürzeren Tage sorgen dafür, dass in der Vegetation allmählich die Winterruhe einkehrt. Mit anderen Worten: Es ist höchste Zeit, den eigenen Garten, Balkon bzw. die Terrasse fit für die kalte Jahreszeit zu machen.

Einwintern noch vor erstem Frost

Der ideale Zeitpunkt dafür liegt üblicherweise zwischen Mitte Oktober und Anfang November – "Auf jeden Fall noch vor dem ersten Frost", sagt Daniel Vogl, Geschäftsführer von "Voglgrün" in der Stadt Salzburg. Nicht winterharte Pflanzen – also jene, die keinen Frost vertragen – müssen rechtzeitig ins Haus oder die Wohnung reingeholt werden.

 

Bevor es ins trockene Winterquartier geht, solltet ihr eure Pflanzen gründlich auf Blattläuse oder andere Schädlinge untersuchen und eure blättrigen Freunde freilich davon entfernen.

Pflanzen in Wohnung holen

Mediterrane Gewächse, die keine warme Heizungsluft abkönnen, gehören entweder in eine Garage oder den Keller, ein frostfreies Gewächshaus oder unbeheiztes Stiegenhaus. Das Winterquartier sollte mit Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad möglichst kühl sein. Es gibt jedoch auch Gewächse, die im Winter ins Haus geholt werden können: "Pflanzen in Wohnräumen freuen sich über regelmäßiges Bestäuben mit Wasser, das reguliert auch die Luftfeuchtigkeit im Zimmer", weiß Vogl. Sehr ratsam sei ohnehin ein regelmäßiger Luftaustausch.

Alternativ bieten auch zahlreiche Gärtnereien einen Überwinterungsservice an – der Preis dafür variiert je nach Topf- und Pflanzengröße. "Dabei sollte abgezogen werden, ob sich das auch auszahlt", rät Vogl und führt aus: "Pflanzen, die etwa schon in der Anschaffung sehr teuer waren, eignen sich womöglich besser für einen solchen Service als kleinere und günstigere Stauden. Es ist jedem selbst überlassen, die Überwinterung der Pflanzen selbst zu wagen."

Schutz vor Frost und Schnee

Unempfindliche Kübelpflanzen könnt ihr mit Vlies, Luftpolsterfolie oder anderen isolierendem Material ummanteln und an eine Haus- oder Balkonwand stellen, damit sie draußen im Winter nicht so frieren. Und der Stamm wird mit Laub oder Reisig abgedeckt. Abgestorbene und faulige Pflanzenteile könnt ihr getrost abschneiden. "Einen Rückschnitt würde ich jetzt nicht mehr empfehlen", so Vogl. "Offene Stellen müssen sich noch verschließen, ansonsten können Schäden auftreten."

Die beliebten Rosen sollten nur um etwa ein Drittel in der Höhe geschnitten und rechtzeitig vor dem Winter abgedeckt werden, um Frostschäden zu vermeiden. Der restliche Schnitt erfolgt dann im Frühling. Hecken sollten besser erst im neuen Jahr geschnitten werden. Gräser und Farne braucht ihr gar nicht anzurühren, zumal kleinere Tieren dort ein Winterquartier finden. Winterharte Kräuter, wie Lavendel, Salbei oder Rosmarin, werden mit Nadelzweigen abgedeckt.

Checkliste für winterfesten Garten

  • Wasser im Außenbereich abstellen
  • Gießkannen und Regentonnen ausleeren
  • Teichpumpe einwintern, ggf. Eisfreihalter in Gartenteich einsetzen
  • Gewächshaus isolieren und winterfest machen
  • Rasen letztmals vor dem Winter mähen, Rasenkanten abstechen
  • Letztes Laub entfernen und anhäufen, um etwa Igeln Schutz zu bieten

Letzter Rasenschnitt vor dem Winter

Der Zeitpunkt für den letzten Rasenschnitt ist üblicherweise Mitte Oktober – wenn es aber noch relativ mild ist – so wie in den zurückliegenden Tagen – wächst die Wiese weiter. In diesem Fall also besser noch bis Anfang November abwarten. Als ideale Schnittlänge gelten etwa sechs Zentimeter, denn so können die Grashalme auch im Winter noch Sonnenstrahlen einfangen. Anschließend freut sich der Rasen noch über eine kaliumbetonte Herbstdüngung, die auch wie ein Frostschutzmittel wirkt. Damit das Grün ausreichend Sauerstoff bekommt und keine Fäulnis entsteht, sollte die Rasenfläche im Herbst außerdem regelmäßig von Laub befreit werden. Die abgestorbenen Blätter eignen sich auch als Frostschutz in Beeten und Kübelpflanzen.

Bei Bedarf können auch die Rasenkanten abgestochen werden, damit verhindert wird, dass sich das Gras im Winter bis in die Beete ausbreitet. Abgeerntete Beete sollten vor dem Winter nochmal richtig umgegraben und aufgelockert werden. Noch bevor der Boden erstmals durchfrostet, könnt ihr die Knollen der Frühblüher, wie Krokusse, Tulpen oder Schneeglöckchen eingraben.

Um wetterbedingte Schäden zu vermeiden, sollte auch Gartenzubehör, wie Bänke, Sessel oder der Grill, abgedeckt oder ebenfalls in ein Winterquartier gebracht werden.

(Quelle: SALZBURG24)

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