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"Aktion scharf"

So kontrolliert die Polizei 3-G-Fälschungen

Keine Betrugs-Fälle in Salzburg bekannt

Wie von Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) angekündigt, startet die Exekutive ab heute die „Aktion scharf“ gegen gefälschte 3-G-Nachweise. In Salzburg hat die Polizei bisher noch keine solchen Verstöße registriert und kontrolliert den Schwerpunkt weiter im Zuge des Streifendienstes.

Eine Corona-Impfung ist für jeden gratis. Für einen gefälschten Impfpass oder Testnachweis müsse man in Online-Netzwerken dagegen tief in die Tasche greifen. Dennoch wurden laut dem Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, im letzten Jahr schon 400 gefälschte 3-G-Nachweise in Österreich entdeckt. Um von derartigen Delikten präventiv abzuschrecken, wurden Schwerpunktkontrollen angekündigt. Die Exekutive soll das Gesundheitsministerium bei der „Aktion scharf“ unterstützen.

3-G-Nachweise im Fokus

„Die Aktion ist keine neue Erfindung. Ausweise und die Covid19-Maßnahmen werden im Zuge des Streifendienstes ohnehin schon immer kontrolliert“, erklärt Salzburgs Polizeisprecher Hans Wolfgruber im Gespräch mit SALZBURG24. So soll es auch weiterhin praktiziert werden. Schwerpunktaktionen gäbe es bei der Polizei häufiger. In diesem Fall würde der Fokus eben vermehrt auf die Kontrolle der Nachweise liegen. Dafür gäbe es ein eigenes Personal-Kontingent, das zusammengezogen wird. „Dabei ist es egal, ob es sich um Fahrzeug- oder 3-G-Kontrollen handelt“, so Wolfgruber.

 

Polizei kontrolliert mit Gesundheitsbehörde

„Es gibt verschiedene Varianten, wie wir kontrollieren. Entweder alleine oder mit Beteiligung der Gesundheitsbehörde“, verrät der Polizeisprecher. Dokumente zu prüfen und gegebenenfalls gefälschte zu erkennen zähle generell zur Arbeit der Beamten. Dafür seien sie auch geschult.

Es käme laut Wolfgruber allerdings auch vor, dass Lokalbetreiber bei der Polizei anrufen, weil sie feststellen, dass größere Gruppen sich nicht an die Maßnahmen halten. Schwerpunktkontrollen in der Nachtgastronomie seien auch keine Seltenheit.

Verstöße und Fälschungen könnten zunehmen

Der Salzburger Polizei wäre bislang noch kein gefälschter Nachweis ins Netz gegangen, obwohl man von einer hohen Dunkelziffer ausgehe. „Das liegt auch daran, dass sich das Leben in den letzten Monaten noch eher im Freien abgespielt hat. Mit Veränderung der Witterung und wenn die Leute sich wieder eher in Lokalen aufhalten, könnte das ein Thema werden“, vermutet Wolfgruber.

 

Innenministerium ermittelt bundesweit

Es sei gut möglich, dass der Gesundheitsbehörde mehr Fälle bekannt sind. Genaue Zahlen für Salzburg bzw. die Bundesländer werden laut S24-Anfrage beim Innenministerium aber aufgrund laufender Ermittlungen nicht bekannt gegeben. Die Verfahren laufen bundesweit zusammen und werden selten über die Länder weiterverfolgt. Die häufigsten Delikte seien laut Innenministerium gefälschte Testergebnisse.

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(SYMBOLBILD)

Für gefälschten Corona-Test droht ein Jahr Haft

Als Grenzpendler oder für einen Friseurbesuch benötigt man einen aktuellen und negativen Corona-Test. Fälscht man diesen und wird erwischt, droht bis zu einem Jahr Haft.

„Aktion scharf“ zur Abschreckung

Damit nicht mehr Menschen auf die Idee kommen, sich gefälschte 3-G-Nachweise zu besorgen, kündigte Nehammer gestern ganz bewusst die „Aktion scharf“ an. Wie auch Wolfgruber betonte er, dass es sich bei Urkundenfälschungen um kein Kavaliersdelikt handle und hohe Strafen drohen. Die präventive Abschreckung soll sowohl bewusstseinsbilden als auch gleichzeitig schützend wirken.

(Quelle: SALZBURG24)

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