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Über 9.000 Haushalte

Geförderte Wohnungen werden günstiger

Land Salzburg setzt Miet-Initiative fort

Eine äußert positive Bilanz des Mietsenkungsprogramms durch die Wohnbauförderung zog Landesrätin Andrea Klambauer (NEOS) am Dienstag. Demnach hätten bereits 9.800 Haushalte profitiert. Es geht um eine Gesamtsumme von 5,6 Millionen Euro. In einem weiteren Schritt sollen abermals über 9.000 Haushalte weniger Miete zahlen müssen.

Konkret geht es um geförderte Mietwohnungen, die zwischen 2006 und 2015 erbaut worden sind. "Bei diesen Häusern wird im zehnten Jahr nach Übergabe die Mietenhöhe zum Problem", begründet Landesrätin Klambauer den notwendigen neuen Schritt. Rund 25.000 Salzburgerinnen und Salzburger in über 9.000 Haushalten sollen davon profitieren. Dafür nimmt das Land rund 40 Millionen Euro in die Hand. Änderungen von Zinssatz und Annuität können jeweils zum 1. Jänner oder 1. Juli jeden Jahres vorgenommen werden. Nach den derzeit vorliegenden Daten werden somit bereits mit Juli 2020 die Mieten für Wohnungen von 150 Bauvorhaben gesenkt werden.

Andrea Klambauer, Mietsenkungsprogramm Land Salzburg/Neumayr/Leo
Klambauer kündigte am Dienstag ein Mietensenkungsprogramm II an.

Ersparnis von knapp 600 Euro pro Jahr

Bereits umgesetzt sind die Mieterleichterungen für geförderte Wohnungen, die vor 2006 gebaut worden sind. Mit einer Novelle des Salzburger Wohnbauförderungsgesetzes war die Grundlage geschaffen worden, um diese Erleichterungen für rund 12.000 Mietwohnungen zu erzielen, so Klambauer. Die durch günstige Zinssätze und Laufzeitverlängerungen erreichte Ersparnis werde von den Gemeinnützigen Bauvereinigungen an die Mieterinnen und Mieter weitergegeben. Das sind bisher bei 9.789 Wohnungen in 673 Bauvorhaben rund 5,6 Millionen Euro.

Je nach Bauvorhaben und der jeweiligen Finanzierung ist die Höhe der Einsparungen unterschiedlich. Durchschnittlich sind es derzeit 0,73 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche und Monat. Ein Beispiel: Bei einer Nutzfläche von 65 Quadratmetern beträgt die Mietersparnis also rund 47 Euro netto pro Monat, dazu kommt noch die Ersparnis der Umsatzsteuer – also über 600 Euro brutto pro Jahr.

Nettomiete von 6,64 Euro

"Uns ging es darum, die überproportional steigenden Mieten in Wohnungen, die mit alten Wohnbaumodellen gefördert wurden, auf das Niveau einer Neubauwohnung zu senken", erläutert Klambauer. Die jährlichen Steigerungen für die vom Land beeinflussbaren Faktoren des Mietzinses wurden auf maximal zwei Prozent beschränkt. Als positive Nebeneffekte können Wohnungen wieder leichter vermietet, weniger Wohnungswechsel verzeichnet und auch die Wohnbeihilfe reduziert werden. Letzteres lässt sich bereits anhand der jüngsten Zahlen nachweisen: 2018 gab es einen geringeren Anstieg der Auszahlungen als prognostiziert. Auch heuer rechnet man damit, dass die Ausgaben wiederum leicht auf rund 25,5 Millionen Euro (2018: 26,4 Millionen Euro) sinken werden und demnach rund vier Millionen Euro unter den prognostizierten Werten liegt.

Außerdem zeigt sich bereits, dass das aktuelle Mietensenkungsprogramm zu einem Dämpfungseffekt bei der durchschnittlichen Nettomiete (also ohne Betriebs-, Heiz- und Verwaltungskosten sowie die Umsatzsteuer) führt. Bei allen Wohnungen, bei denen Wohnbeihilfe bezogen wurde, beträgt diese derzeit 6,64 Euro pro Quadratmeter. Vor einem Jahr waren es noch 6,75 Euro.

Mietsenkungsprogramm: Wohnungen in 95 Gemeinden

Erwartungsgemäß liegt die Landeshauptstadt bei den Umfinanzierungen an der Spitze: 2.961 Wohnungen sind es hier, dahinter folgen der Pinzgau mit 1.982, der Pongau mit 1.769, der Flachgau mit 1.617, der Tennengau mit 1.308 und der Lungau mit 152 Einheiten. In 95 der 119 Gemeinden des Landes haben Salzburgerinnen und Salzburger von der Mietpreissenkung profitiert.

(Quelle: SALZBURG24)

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