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48 Meldungen

Zahl der Geisterfahrer stark angestiegen

Tödlicher Unfall auf der A1 bei Salzburg-Mitte

Zahl der Geisterfahrer stieg im Vergleich mit 2018
Die Zahl der Geisterfahrer ist 2019 in Salzburg angestiegen. (SYMBOLBILD)

48 Mal wurde in Salzburg 2019 vor Geisterfahrern auf den Straßen gewarnt. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 66 Prozent, damals waren es 29 Falschfahrer. Österreichweit ist die Zahl der Geisterfahrer so hoch wie nie in den letzten elf Jahren, eine Geisterfahrt endete auf der Westautobahn (A1) tödlich.

2018 gab es ebenso eine Tote bei einem Geisterfahrerunfall. An insgesamt acht Unfällen waren im Vorjahr Geisterfahrer beteiligt. Neben dem Todesopfer gab es sieben schwer und fünf leicht verletzte Personen. Damit ging die Zahl der Verletzten zurück, 2018 waren es noch elf Unfälle mit zehn schwer und sechs Leichtverletzten.

Tödlicher Geisterfahrer-Unfall in Salzburg

Am 9. März ereignet sich der einzige tödliche Geisterfahrer-Unfall des Jahres auf der Westautobahn bei Salzburg. Kurz vor vier Uhr früh ist eine 51-jährige Lenkerin 40 Kilometer lang als Geisterfahrerin unterwegs, als sie bei Salzburg-Mitte gegen das Auto einer 60-jährigen Taxilenkerin prallt. Die Taxilenkerin überlebt mit Verletzungen, die Geisterfahrerin überlebt den Unfall nicht – sie war im Fahrzeug nicht angeschnallt.

Am 14. Mai stoppt die Polizei auf der A10 zwischen Flachauwinkel und Zederhaus einen laut Polizei „zeitlich und räumlich“ stark verwirrten 80-jährigen Pensionisten, der nicht alkoholisiert als Geisterfahrer unterwegs war. Ihm wird der Führerschein abgenommen. Insgesamt sind in Salzburg die Geisterfahrer-Zahlen in allen Abschnitten gestiegen.

  • A10 Raum Pongau: 17 (2018: 11) – österreichweit Rang 2 (von 66 Abschnitten)
  • A1 Raum Salzburg: 13 (7)
  • A10 Raum Salzburg-Süd: 11 (9)
  • A10 Raum Lungau: 5 (2)
  • Knoten Salzburg (A1/A10): 2 (0)

Am meisten Falschfahrer in Tirol

Insgesamt warnte Ö3 417 Mal vor Falschfahrern auf Österreichs Straßen. Der stärkste Monat 2019 war der März mit 41 Meldungen, im Juni wurden mit 23 Geisterfahrern die wenigsten gezählt. Die meisten Warnungen gab es mit 69 auf der Südautobahn (A2). In Relation zur Gesamtlänge waren auf der Brennerautobahn (A13) in Tirol die meisten Falschfahrer unterwegs – insgesamt 17 auf 35 Kilometer Länge. Hier gab es 2019 die größte "Geisterfahrerdichte". Das mit Abstand am stärksten betroffene Teilstück war die Semmeringschnellstraße (S6) im steirischen Abschnitt zwischen dem Tunnel Semmering und dem Knoten St. Michael mit 25 Meldungen.

Im Bundesländerranking führte im Vorjahr erstmals seit 2015 Niederösterreich mit 101 Meldungen vor der Steiermark mit 93 Meldungen. Kärnten belegte erstmals seit 2006 mit 54 Geisterfahrerwarnungen den dritten Rang. Jeweils nur zehn Meldungen gab es in Wien, Vorarlberg und dem Burgenland.

Geisterfahrer, Grafik, 2019 APA

Geisterfahrer am öftesten abends unterwegs

Die meisten Geisterfahrermeldungen gab es im Jahr 2019 am Samstag, im Tagesverlauf waren Falschfahrer am häufigsten am Abend zwischen 18.00 und 21.00 Uhr unterwegs. Am 30. März gab es sechs Geisterfahrer-Warnungen. Der Tagesrekord von zehn Durchsagen an einem Tag vom 25. Juni 2006 bleibt somit bestehen.

Die meisten Geisterfahrer-Meldungen gab es mit 550 im Jahr 2004. Der niedrigste Wert wurde mit 358 im Jahr 2014 registriert.

(Quelle: APA)

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