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Festivalkultur in Salzburg

Von den Backstreet Boys zum Electric Love

Electric Love Festival 2018 SALZBURG24/KONRAD
Das Electric Love Festival ist seit 2013 am Salzburgring beheimatet.

Fette Beats, eine tanzende Meute und beste Stimmung: Das Electric Love Festival geht von 4. bis 6. Juli 2019 bereits zum siebten Mal am Salzburgring in Plainfeld (Flachgau) über die Bühne. Die Festivalkultur in Salzburg wurde allerdings nicht erst 2013 aus der Taufe gehoben, sondern geht deutlich weiter zurück. Ein Überblick:

Eine musikalische Ausnahmesituation herrschte in den Septembertagen des Jahres 1997. Die Backstreet Boys kamen nach Salzburg, um bei ihrem Konzert 30.000 Fans am Salzburgring einzuheizen. „Die Backstreet Boys waren damals ein absoluter Teenie-Magnet. Schon zwei Tage vor dem Konzert haben Teenager vor dem Ring mit Schlafsäcken campiert“, erinnert sich der Betriebsleiter des Salzburgringes, Detlef Rack, im Gespräch mit SALZBURG24 an die Szenen zurück.

Sieben Jahre Frequency Festival in Salzburg

Die Festival-Kultur am Salzburgring etablierte sich mit dem Frequency Festival, das nach seiner Premiere 2001 in Wien ein Jahr später nach Plainfeld abwanderte. „Zu Beginn haben die Veranstalter auf 2.000 bis 3.000 Besucher gehofft. Dann waren es aber gleich gut 10.000“, erzählt Rack, der seit 36 Jahren am Salzburgring arbeitet. Das Frequency ist dann von Jahr zu Jahr gewachsen. „An Spitzenzeiten sind wir dann auf 55.000 bis 60.000 Besucher am Tage gekommen“, berichtet der Betriebsleiter. 2009 wanderte das Festival nach sieben Jahren nach St. Pölten (Niederösterreich) ab.

Was den Salzburgring für Festivals prädestiniert

Seit 2013 beherbergt die Rennstrecke im Flachgau jährlich das Electric Love Festival, das sich mittlerweile zu einem der größten seiner Art in Europa gemausert hat. „Auch das hat klein angefangen und ist mittlerweile auf gut 150.000 Besucher angewachsen“, weiß das Salzburgring-Urgestein.

Wieso sich der Salzburgring als Event-Location für Festivals und Konzerte so gut eignet? „Weil wir die nötige Infrastruktur, Parkplätze und Strom haben. Wo findest du sonst eine so große Asphaltfläche ohne Hindernisse mit Sanitäranlagen und dazu einer Campingwiese?“, fragt Rack. Insgesamt stünden rund 200 Hektar Park- und Campingfläche außerhalb des Kerngeländes zur Verfügung. „Das brauchst du auch für Festivals“, betont der Betriebsleiter, der anfügt: „Dieser Kessel, in dem sich der Salzburgring befindet, ist für solche Veranstaltungen einfach ideal.“

Jazz-Festivals in Salzburg und Saalfelden

Auch abseits des Salzburgringes kommen Festival-Liebhaber in Salzburg auf ihre Kosten. So ist der Jazz seit 1978 im Pinzgau fest verankert. Damals feierte das Jazzfestival Saalfelden unter dem Namen „Drei Tage Jazz“ bei eisigen Temperaturen im Mai seine Premiere. Daran beteiligt war auch einer der ersten Jazzpioniere des Pinzgaus, Hannes Kirchmayr. Mittlerweile zählt das Festival zu einem der bedeutendsten Jazzfestivals in Mitteleuropa und findet jährlich Ende August statt. Heuer geht das Festival von 22. bis 25. über die Bühne.

Jazz-Fans bekommen auch in der Stadt Salzburg etwas geboten. Seit 2000 findet das Jazz & The City jährlich Ende Oktober oder Anfang November in der Altstadt bei freiem Eintritt statt. 2019 versprechen die Veranstalter 70 Konzerte auf 30 Bühnen, die von 16. bis 20. Oktober binnen fünf Tagen stattfinden sollen. Von 1996 bis 2004 gab es den Salzburger Jazz-Herbst.

Fest der Farben in der Mozartstadt

Ein farbiges Pulver, das durch die Luft gewirbelt wird, sorgte für kunterbunte Gesichter unter den Besucherinnen und Besuchern des HOLI Festivals. Die internationale Veranstaltungsreihe wurde 2012 ins Leben gerufen und machte zwei Jahre später erstmals in Salzburg Station. Bei dem Open-Air-Festival standen Gleichheit und Toleranz im Vordergrund, für musikalische Höhepunkte sorgten Österreichische und internationale Top-DJs. Im Juni gab es das Festival letztmals in der Mozartstadt.

Kaprun zelebriert Austropop

Fans von heimischen Hits kommen beim Austropop Festival in Kaprun (Pinzgau) auf ihre Kosten. 2019 tummelten sich gut 2.000 Besucherinnen und Besucher am dreitägigen Event. Unter dem Motto „Musik ausm Bauch, wo no wirklich wer spüt …“ stand die dritte Auflage des Festivals, bei der diesmal Nik P. dem Publikum einheizte. Ziel ist es, dem Austropop eine Bühne zu geben und sich zu einer festen Größe in der Österreichischen Festivalszene zu entwickeln.

Von 2002 bis 2014 gestalteten rund 50 Musikliebende Mitte Juli das On the Rocks-Festival im Steinbruch Golling (Tennengau). Begonnen hat das Festival unter dem Namen „Rock am See“ und wurde direkt an den Ufern des Gollinger Egelsees veranstaltet. Zu den Highlights gehörten Lokalmatadoren wie die „Steaming Satellites“ und die „Blood Red Shoes“.

Achtung: Kein Anspruch auf Vollständigkeit

Alle Infos zum Electric Love Festival auf SALZBURG24 findet ihr auf unserer Themenseite.

(Quelle: SALZBURG24)

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