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Putzen allein reicht nicht

80 Prozent kämpfen mit Zahnproblemen

Wichtige Tipps zur richtigen Pflege

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Zahnpflege ist der Mehrheit der Österreicher ein wichtiges Anliegen. (SYMBOLBILD)

Zahngesundheit ist den Salzburgerinnen und Salzburgern ein großes Anliegen. Laut einer Umfrage empfinden etwa drei Viertel der Bevölkerung die Pflege als besonders wichtig. Doch diese beginnt nicht erst beim Putzen. Wir haben wichtige Zahnpflege-Tipps für euch zusammengestellt.

Derzeit sorgt die Einstellung des Zahnarzt-Notdienstes im Pongau in Salzburg für Aufregung. Die dort niedergelassenen Kassenärzte bieten ab Februar an Wochenenden und Feiertagen keinen Notdienst mehr an. Bei akuten Problemen müssen Patientinnen und Patienten künftig in die Landeshauptstadt fahren (wir berichten hier).

Zahnpflege als wichtig empfunden

In vielen Fällen lassen sich Akutfälle aber vermeiden. Neben der regelmäßigen Vorsorge und Mundhygiene beim Zahnarzt spielt vor allem auch die richtige Pflege zuhause eine wichtige Rolle.

Gesunde Zähne haben einen hohen Stellenwert, denn bei jedem Wort, jedem Lächeln und jedem Bissen einer Mahlzeit treten sie zum Vorschein. Drei Viertel der Österreicherinnen und Österreicher empfinden demnach die Zahnpflege als sehr wichtig. Das geht aus einem im Vorjahr veröffentlichten Dentalreport hervor. Dafür hat das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com 438.642 Personen aus über 45 Ländern nach ihren Zahnpflegegewohnheiten befragt.

 

70 Prozent greifen zwei Mal täglich zur Zahnbürste

Im Schnitt putzen sieben von zehn Österreichern zwei Mal täglich ihre Zähne. Drei Mal oder häufiger greifen lediglich sieben Prozent zum Putzgerät. Ein Großteil – knapp 60 Prozent – putzt per Hand, 38 Prozent setzen für die Reinigung auf eine elektrische Rotationszahnbürste. Getauscht werden die Aufsätze oder Bürsten im Schnitt alle zwei bis drei Monate. Knapp zehn Prozent der Befragten verwenden diese allerdings länger als ein halbes Jahr.

Das größte optische Unbehagen verursacht die Zahnfärbung. Etwa 35 Prozent der Österreicher klagten in der Umfrage darüber. Daneben haben mehr als acht von zehn Befragten zudem mit diversen Zahnproblemen zu kämpfen. Knapp ein Drittel hat bereits unliebsame Erfahrungen mit Karies gemacht. Zahnstein, schmerzempfindliche Zähne und Zahnfleischbluten (je 29 Prozent) sind weitere verbreitete Problembereiche. Mit etwas Abstand folgen Mundgeruch, Plaque (je 17 Prozent), der vor allem mit dem Alter zunehmende Zahnfleischrückgang (10 Prozent), Zähneknirschen (9 Prozent) und Paradontitis (6 Prozent).

 

Ein Zahnarztbesuch steht für zwei Drittel der Befragten einmal pro Jahr an. Etwa jeder Zehnte tut dies allerdings seltener als alle fünf Jahre oder nie. Knapp die Hälfte der Befragten unterzieht sich einmal jährlich einer Mundhygiene. Für mehr als ein Drittel handelt es sich dabei um ein seltenes Ereignis, das weniger als alle fünf Jahre oder gar nie stattfindet.

Zahnarzt, Karies, Mundhygiene APA/Georg Hochmuth
Karies gilt als weitverbreitetstes Zahnproblem. (SYMBOLBILD)

Richtiges Zahnputz-Know-how

Doch ist überhaupt bekannt, wie „richtiges“ Zähneputzen funktioniert? Etwa die Hälfte der Befragten schätzt ihren Wissensstand als sehr gut ein. Wir haben euch hier die wichtigsten Tipps für gesunde Zähne zusammengestellt.

So raten die Salzburger Zahngesundheitszentren der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) mindestens zwei Mal täglich mit einer weichen Zahnbürste zu putzen. Für die Reinigung der Zwischenräume sollte man auf Zahnseide oder Interdentalbürsten setzen. Besonders wichtig sei es auch, nach dem Essen den Mund mit Wasser auszuspülen. Mit dem Zähneputzen sollte man sich danach ruhig eine halbe Stunde Zeit lassen. Erst dann sei der Zahnschmelz wieder so intakt, dass die Bürste keinen Schaden anrichte.

 

Ernährung als wichtiger Faktor für gesunde Zähne

Die Zahnpflege beginnt aber nicht erst beim Putzen, sondern bereits bei einer gesunden Ernährung mit wenig Zucker. „Das Grundproblem ist der bakterielle Belag an unseren Zähnen und dem Zahnfleisch. Dieser weißliche, stark klebrige Belag enthält eine Unmenge an Bakterien, die Weißmehl und Zucker(-arten) zu Säuren verdauen“, klärt die ÖGK auf. Diese Säuren greifen dann den Zahnschmelz und das Zahnfleisch an. Durch Fasern in pflanzlichen Nahrungsmitteln (Obst, Gemüse, Vollwertprodukte) werden die Zähne übrigens mechanisch gereinigt.

Säuren in Obst, Säften, Eistee oder Energy Drinks schädigen hingegen den Zahnschmelz. Wer direkt danach putzt, verschlimmert die Wirkung übrigens. Eine kurze Spülung mit Wasser neutralisiert die Säurewirkung hingegen.

  • Gönnt euren Zähnen Erholungsphasen: Dauerndes Essen erhöht das Risiko der Kariesbildung.
  • Fehlt einmal die Gelegenheit zum Zähneputzen, greift am besten zu zuckerfreien Kaugummis. Sie fördern den Speichelfluss und neutralisieren die Säure.
  • Reduziert die Häufigkeit und Menge von Zucker in Essen und Getränken. Achtet auf „versteckten Zucker“, z.B. in Fruchtjoghurt, Müsli und Getränken.
  • Gebt euren Zähnen was zu beißen: Kauen regt den Speichelfluss an und schützt so vor Kariesbildung. Knackiges Obst und frisches Gemüse sowie Vollkornprodukte tun gut und fördern die Kautätigkeit.
  • Süßstoffe haben keine kariesfördernde Wirkung.
  • Honig ist für die Zähne genauso schädlich wie Zucker. Durch seine klebrige Konsistenz haftet er besonders gut an den Zähnen.
  • Versorgt eure Zähne mit ausreichend Kalzium und Fluoriden.

Stress wirkt sich auf Zahngesundheit aus

Weitere Risikofaktoren für die Zähne sind unter anderem Rauchen oder Stress. Eine dauerhafte und hohe Stressbelastung kann zu Zahn- und Zahnfleischproblemen führen. Wer abends nicht richtig zur Ruhe kommt, reagiert häufig mit nächtlichem Zähneknirschen, macht die ÖGK aufmerksam. Gestresste Menschen pressen auch tagsüber öfter die Zähne zusammen und beißen fester zu als nötig. Beim Knirschen wirken hohe Kräfte auf die Zähne, vor allem auf die Backenzähne. Regelmäßiges Knirschen schädigt den Zahnschmelz und kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass ein Zahn Risse bekommt oder bricht.

(Quelle: SALZBURG24)

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