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Gesundheitsnummer

1450 – Salzburgs Alternative zu "Dr. Google"

Schnelle Hilfe am Telefon

Gesundheitsnummer 1450 APA/ANNEMARIE HAPPE
In Oberösterreich wurde die Gesundheitsnummer 1450 bereits Mitte März installiert (SYMBOLBILD).

Die telefonische Gesundheitsberatung wird in Kürze auch in Salzburg installiert. Unter der Rufnummer 1450 erhalten alle Salzburgerinnen und Salzburger von ausgebildeten Fachkräften Empfehlungen.

Bauchweh, Schwindel, Schnupfen – alles Dinge, die beunruhigen, aber nicht zwingend einen Arzt brauchen.

Österreich installiert Gesundheitsnummer

Die Telefonnummer 1450 (ohne Vorwahl aus allen Netzen) hilft jenen, die nicht akut in Gefahr schweben und all denen, die nicht auf "Dr. Google" vertrauen wollen. Damit sollen sogenannte Bagatellen in den eigenen vier Wänden auskurieren. Nach dem Vorbild anderer europäischer Länder wie Großbritannien, Dänemark oder der Schweiz wurde in Österreich im Laufe des Jahres die Gesundheitsnummer in sieben Bundesländern installiert. Salzburg soll nun folgen.

1450 wird Salzburgs neue Gesundheitsnummer

In den Pilot-Bundesländern Wien, Niederösterreich und Vorarlberg existiert die telefonische Gesundheitsberatung schon seit 2017. Seit Jänner 2019 erfolgte in diesen Bundesländern der Übergang vom Pilotbetrieb in den Regelbetrieb. Seit Mitte März kann das Service in Oberösterreich, seit April in der Steiermark, im Burgenland und seit September 2019 nun auch in Tirol in Anspruch genommen werden. 

 

Oberösterreich: Beratung im Schnitt zehn bis 15 Minuten

Mehr als 7.500 Anrufer wählten im benachbarten Oberösterreich seit Start der telefonischen Gesundheitsberatung 1450. "Zehn bis 15 Minuten dauert im Durchschnitt ein Beratungsgespräch und rund 13 Prozent der Anrufer können ihre Beschwerden nach der Beratung von insgesamt zwölf Mitarbeiter selbst lindern", erklärte die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse auf SALZBURG24-Anfrage. Rund 42 Menschen wählen täglich 1450, wobei Bauchschmerzen, Ausschläge, Ohrenbeschwerden, Insektenstiche oder Zeckenbisse bisher den Großteil der Anfragen bildeten.

Künftig erhalten auch alle Salzburgerinnen und Salzburger Empfehlungen, was man am besten tun kann, wenn "Wehwehchen" plötzlich Sorgen bereiten. Die Ausrollung in Salzburg und Kärnten – den zwei verbleibenden Bundesländern – erfolgt bis Ende des Jahres 2019. Das Projekt der Salzburger Gebietskrankenkasse in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Salzburg wird kommende Woche bei einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt.

Wie wird bei 1450 geholfen?

Zu Beginn eines Anrufes wird man nach dem aktuellen Aufenthaltsort gefragt. In der Folge wird abgewogen, ob ein akuter medizinischer Notfall vorliegt und ob die Entsendung des Rettungsdienstes erforderlich ist.

Die Beratung wird durch speziell ausgebildetes diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal weitergeführt. Basierend auf den geschilderten Symptomen wird in einem ausführlichen Gespräch das vorliegende Zustandsbild beurteilt. Dabei werden auch Faktoren wie Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen berücksichtigt. Abschließend wird eine Empfehlung zur Art und Dringlichkeit der weiteren Vorgehensweise gegeben. Abhängig von Tageszeit und Aufenthaltsort wird dann gemeinsam mit die weitere Versorgung geplant.

(Quelle: SALZBURG24)

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