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Gewitter: 107 Feuerwehreinsätze in Salzburg

Umgestürzte Bäume hielten am Sonntag die Feuerwehr in Bischofshofen auf Trab. Aktivnews
Umgestürzte Bäume hielten am Sonntag die Feuerwehr in Bischofshofen auf Trab.

Ein heftiges Gewitter, das am frühen Sonntagabend über das Bundesland Salzburg gezogen ist, hat die Feuerwehr in vielen Gemeinden beschäftigt. Aber auch in Bayern und Oberösterreich waren die Einsatzkräfte gefordert.

Insgesamt mussten in Salzburg 44 Feuerwehren mit rund 882 Helfern zu 107 Einsätzen ausrücken, teilte der Landesfeuerwehr-Verband Salzburg am Montag mit. Ein Großteil der Einsätze war wegen umgestürzter Bäume oder heruntergefallenen Ästen nötig. Vereinzelt mussten auch überschwemmte Keller ausgepumpt werden. Am stärksten betroffen waren die Bezirke Pongau, Pinzgau und Lungau.

Mehrere Einsätze in Bischofshofen

So wurde etwa die Feuerwehr Bischofshofen am Sonntag um 17:40 Uhr wurde die zu einigen Einsätzen alarmiert. Auf der Strecke zwischen Bischofshofen und Mühlbach/Hkg. stürzten gleich mehrere Bäume auf die Fahrbahn so dass ein Teilstück für mehr als zweieinhalb Stunden gesperrt war. Eine örtliche Umleitung gab es über Mitterberghütten auf den Zimerberg. Die FF Bischofshofen befreite die Straße mit den Bäumen mittels Seilwinde. Nach den Aufräumarbeiten ging es gleich weiter zum nächsten Einsatz. Die Baumstämme und Äste wurden von der Straßenmeisterei weggebracht.

Bischofshofen ohne Strom

Auch Bischofshofener Ortsteil Buchberg wurden durch den starken Wind den das Gewitter brachte mehrere Bäume entwurzelt. Ein Bäum fiel in eine Stromfreileitung der Salzburg AG. Im gesamten Ortsgebiet von Bischofshofen gab es für rund 20 Minuten keinen Strom. Die Feuerwehren Bischofshofen und St. Johann hoben den Baum mittels Kran aus der Leitung.

Brände nach Blitzschlag

Einiger Feuerwehren wurden auch zu Bränden aufgrund von Blitzschlägen alarmiert. In der Gemeinde Tweng kam es zu einem Waldbrand im Bereich der Oberen Zehneralm, der von 90 Mann erfolgreich bekämpft werden konnte. Der Sturm deckte auch mehrere Hausdächer ab, umgestürzte Bäume beschädigten Fahrzeuge. In Strobl ereignete sich während des Unwetters ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem sich ein Fahrzeug überschlug.

Gewitter: Schwimmer aus Seen gerettet

Aus dem Fuschl- und dem Wolfgangsee bargen Feuerwehrleute mit Booten auch zwei Schwimmer, die wegen des plötzlich aufkommenden Sturmes möglicherweise nicht mehr alleine ans Ufer gelangt wären.

Unwetter und Flächenbrand bei Tweng

Im Gebiet des „Twenger-Lantschfeld" ereignete sich Sonntagabend ein Wald- und Flächenbrand bei einer Hochalm. Die Freiwilligen Feuerwehren der umliegenden Gemeinden waren im Einsatz. Während der Löscharbeiten wurde durch ein heftiges Gewitter ein Baum umgeworfen. Verletzt wurde niemand, der Schaden ist gering.

Hagel in Bayern

Während in Salzburg vor allem Sturmböen und umgestürzte Bäume den Einsatzkräften zu schaffen machten, hinterließ das Gewitter im benachbarten Berchtesgadener Land Hagelkörner. Schon Stunden zuvor zogen dünne Schleierwolken, die immer dichter und dunkler wurden, den blauen Himmel zu. Das heftige Gewitter zog mit kleinen Hagelkörnern in nur fünf Minuten über das Berchtesgadener Land. Größere Schäden entstanden nicht.

Besonders vom Gewitter betroffen waren die Gemeinden Bad Reichenhall, Bayerisch Gmain, Hallthurm und Schneizlreuth, teilte die Bayerische Polizei mit. Auf der B20 versperrte ein umgestürzter Baum die Fahrbahn in beide Richtungen. Auch in der Münchner Allee in Bad Reichenhall und am Hallthurmer Berg lagen vom Wind umgerissene Bäume quer über die Fahrbahn. Ein mitteldicker Ast legte den gesamten Zugverkehr von und nach Berchtesgaden für kurze Zeit still.

Besonders arg traf es ein Ehepaar aus dem Landkreis Hof. Sie waren gerade auf dem Weg nach Zell am See im Pinzgau, als ihnen auf der B305 bei Weinkaser ein Baum direkt auf ihren drei Monate neuen Pkw fiel. Wie durch ein Wunder blieben beide unverletzt. Am Pkw entstand Totalschaden in Höhe von rund 21.000 Euro.

Heftige Gewitter auch in OÖ

Um etwa 18 Uhr zogen schwere Unwetter über Teile Oberösterreichs hinweg. In Altmünster am Traunsee stürzte durch das Gewitter und die starken Sturmböen eine Fichte um und blockierute eine Straße. Mit zwölf Einsatzkräften führte die FF Altmünster die Aufräumarbeiten durch und konnten nach etwa einer Stunde die eingerichtete Sperre wieder aufheben (S24.at/APA)

Aufgerufen am 11.12.2018 um 08:21 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/gewitter-107-feuerwehreinsaetze-in-salzburg-43611787

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