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14 Monate Haft nach Neonazi-Störaktion bei linkem Konzert in OÖ.

14 Monate Haft, davon drei unbedingt, wegen Wiederbetätigung hat ein Innviertler am Montag in Oberlandesgericht Linz ausgefasst. Er hat vor rund zweieinhalb Jahren - damals war er 16 - bei einem Konzert der Kommunistischen Jugend in Braunau eine Hakenkreuzfahne gehisst, einschlägige Lieder gesungen und den "Hitlergruß" verwendet.

Der Bursch hatte mit einer Gruppe auf dem Heimweg vom Kino beschlossen, bei dem Konzert "vorbeizuschauen". Nachher sollen sie in der Innenstadt von Braunau noch randaliert haben, wobei eine Glasvitrine zu Bruch ging. Mehrere Teilnehmer der Störaktion wurden bereits verurteilt, einer sogar zu drei Jahren Haft.

Der Angeklagte wurde vergangenen Herbst von einem Geschworenensenat im Landesgericht Ried zu 15 Monaten, davon drei unbedingt, verurteilt. Das Oberlandesgericht setzte die Strafe etwas herab, weil zwischen Verfassen der Anklageschrift und Anberaumung der Hauptverhandlung etwa ein Monat vergangen sei. Die Judikatur des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sieht vor, dass sich derartige Verzögerungen im Strafmaß niederschlagen müssen.
(Quelle: S24)

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