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86-jährige Oberösterreicherin nach großangelegter Suchaktion gefunden

Eine 86-Jährige, die seit Mittwoch in Suben (Bezirk Schärding) von mehreren Einsatzkräften gesucht wurde, tauchte jedoch am Donnerstag wieder auf.

Eine vermisste 86-jährige Pensionistin ist mit einer großangelegten Suchaktion Donnerstag früh in ihrem Heimatort in Suben im Bezirk Schärding in Oberösterreich unversehrt gefunden worden. Das bestätigte die örtliche Polizei. Die Frau war am Mittwoch nach einem Besuch bei einer nur einen Kilometer entfernt wohnenden Nachbarin nicht heimgekehrt. Keine Spur gab es hingegen am Donnerstag von einem abgängigen 38-jährigen Schlosser aus Kopfing/St. Roman im selben Bezirk.

Die ein wenig unter Vergesslichkeit leidende 86-jährige Pensionistin hatte sich gegen 16.30 Uhr von der Nachbarin verabschiedet und wollte zu Fuß heimgehen. Als sie dort gegen 19.30 Uhr noch nicht eingetroffen war, machte sich ihr Sohn auf die Suche nach ihr - ohne Erfolg. Um 20.50 Uhr alarmierte er die Polizei. Ein Großaufgebot der Einsatzkräfte schwärmte aus. Beteiligt waren an die 40 Mitglieder von drei Freiwilligen Feuerwehren mit zwei Wärmebildkameras, eine Suchhundestaffel des RotenKreuzes, die Polizei mit mehreren Streifen und ebenfalls einem Diensthund, der Hubschrauber des Innenministeriums und sogar eine Motorbootbesatzung eines Segelclubs. Doch die Abgängige konnte nicht gefunden worden.

Am Rande eines Maisfeldes gefunden

Die Suche wurde gegen 2.00 Uhr abgebrochen und im Morgengrauen wieder aufgenommen. Die 86-Jährige wurde schließlich am Rande eines Maisfeldes abseits des direkten Weges zwischen der Nachbarin und ihrem Heim entdeckt. Sie war ansprechbar und über die Suchaktion etwas verwundert. Sie glaubte, sie habe ohnehin daheim geschlafen.

Nach wie vor ungeklärt war am Donnerstag der Verbleib eines seit vergangenen Freitag vermissten 38-jährigen Schlossers aus dem selben Bezirk. Er dürfte gegen 5.00 Uhr zu arbeiten begonnen haben. Rund zwei Stunden später bemerkte ein Kunde eine Blutlacke in der Werkstatt. Die Ehefrau des Schlossers erstattete Vermisstenanzeige, nachdem sie ihren Mann nicht finden konnte. Auch an beiden Türschnallen des Werkstatteingangs befand sich Blut, ebenso noch vor der Werkstatt, danach verlor sich die Spur. Alles in einem Umkreis von zweieinhalb Kilometern, darunter auch ein Schotterteich, wurde abgesucht, jedoch ohne Erfolg. Das Ergebnis der Auswertung der Blutspuren steht noch aus. Die Polizei schließt vorerst ein Erbrechen aus, sie vermutet eine Handlung des Abgängigen, die zu seiner Verletzung geführt habe. Er habe trotz erheblichen Blutverlustes noch weit marschieren können, gab ein Gerichtsmediziner zu bedenken.

(APA)

(Quelle: S24)

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