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A8: Misslungene Rettungsgasse führt zum Totalstau

Die gesamte Autobahn A8 zwischen München und Salzburg wurde ab Freitagmittag zu einer Stauzone. Es war beinahe kein Weiterkommen mehr möglich. Aufgrund zu geringen Sicherheitsabstandes kam es zu etlichen Auffahrunfällen.

Anreise in die Skigebiete Österreichs wurde zum Geduldsspiel auf der A8

Auf der mit zwei Fahrstreifen versehenen Autobahn zwischen Traunstein und dem Salzburger Walserberg wurde jede Panne, jeder Unfall sofort zur Problematik und zu einem erneuten Stauauslöser. Gegen 13.00 Uhr hatte ein türkischer Sattelzug eine Reifenpanne zwischen den Anschlussstellen Anger und Piding (Lkr. Berchtesgadener Land), sodass der rechte Fahrstreifen für einige Zeit blockiert war, doch die Autofahrer unterließen die vorgeschriebene Bildung einer Rettungsgasse. Ein 30 Tonnen schwerer Lkw-Abschlepper konnte sich dadurch nur sehr langsam zum Pannenfahrzeug vorarbeiten und benötigte im Endeffekt über 20 Minuten für die Anfahrt. In dessen Rückstau krachte es erneut, ein Schwede hatte ein Bremsmanöver eines anderen Pkw-Lenker vor ihm übersehen und war diesem aufgefahren. Auf der A8 musste daraufhin für kurze Zeit eine Totalsperre unternommen werden.

Verpflichtende Rettungsgasse auch in Deutschland

Doch auch Polizeibeamte hatten Probleme an die Unfallstelle zu gelangen, denn sie mussten sich mit Blaulicht und Sirene teilweise in Schrittgeschwindigkeit fortbewegen. In Österreich ist seit Januar 2012 die Rettungsgasse Pflicht und wird in den meisten Fällen vorbildlich durchgeführt. Auch in Deutschland ist es gesetzlich vorgeschrieben  schon bei stockendem Verkehr eine solche zu bilden und nach rechts und links auszuweichen, doch es schien am Freitag in Vergessenheit geraten zu sein. (Aktivnews)
(Quelle: S24)

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