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AKW Isar 1 nach tagelangem Herunterfahren vom Netz

Nach tagelangem Hin und Her ist das niederbayerische Atomkraftwerk Isar 1 seit Donnerstag vom Netz. Der Atommeiler in Essenbach (Landkreis Landshut) sei seit etwa um 16 Uhr komplett heruntergefahren, sagte ein Eon-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa.

Bereits am Dienstagmittag hatte der Stromkonzern begonnen, nach der nuklearen Katastrophe von Japan das 34 Jahre alte Kernkraftwerk herunterzufahren. Ursprünglich sollte Isar1 am Dienstagabend abgeschaltet sein. Dann hatte die Konzernzentrale in Düsseldorf das Herunterfahren aber gestoppt und Isar1 auf niedriger Leistung weiterlaufen lassen. So hatte Isar1 auch am Mittwoch noch 2.281 Megawattstunden Strom produziert - etwa ein Zehntel der üblichen Tagesmenge.

Eon begründete dies damit, dass Isar1 und das niedersächsische Atomkraftwerk Unterweser erst nach dem Eintreffen von entsprechenden Verfügungen vom Netz genommen würden. Am Donnerstag ordnete nun das bayerische Umweltministerium als Atomaufsicht an, dass der ältere der beiden Isar-Blöcke abgeschaltet werden muss. Auch für Unterweser gibt es inzwischen solch eine Anordnung. Dieses Kraftwerk soll bis voraussichtlich Freitagmorgen heruntergefahren werden. Der Prozess des Abschaltens bei einem Atomkraftwerk dauert in der Regel zwischen einem halben und einem ganzen Tag.

Die deutsche Bundesregierung hatte sich am Dienstag mit den Ländern darauf verständigt, vor dem Hintergrund des Atomunfalls in Fukushima die sieben ältesten Kernkraftwerke in Deutschland vorübergehend abzuschalten. Alle Kernkraftwerke sollen in den kommenden drei Monaten einer umfassenden Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden.

Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) hatte zum Wochenbeginn erklärt, dass Isar1 dauerhaft abgeschaltet werden soll. Am Donnerstag sagte er allerdings im Landtag, dass ein dauerhaftes Aus noch nicht sicher sei. (APA)
(Quelle: S24)

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