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Anrufer fängt Kuh "Yvonne" und verlangt 10.000 Euro Lösegeld: "Ö3-Callboy"

Aufregung im Fall "Yvonne" hat es am vergangenen Freitag gegeben: Ein Anrufer gab an, die Kuh gefangen zu haben, und verlangte 10.000 Euro Lösegeld: Es war der "Ö3-Callboy". Unterdessen soll sich "Yvonne" bereits 60 Kilo Winterspeck angefressen haben.

Während die Medienlandschaft mit ihr das Sommerloch bekämpft, sorgt die immer mehr zum Wildtier mutierende Kuh Yvonne schon für die kalte Jahreszeit vor: Das Rindvieh legt inzwischen auf den Wiesen und Feldern im bayerischen Zangberg ordentliche Reserven für den Winter an. "50 bis 60 Kilo hat sie zugenommen", korrigierte Britta Freitag von Gut Aiderbichl am Dienstag gegenüber der APA einen Bericht der deutschen "Bildzeitung", die von 100 Kilo geschrieben hatte.

Seit vier Wochen gelingt es nicht, die Kuh aus Kärnten einzufangen, aber so genaue Angaben über eine Gewichtszunahme sind möglich? "Ein Rinderspezialist hat sich ihr auf 15 bis 20 Meter nähern können", erklärte Freitag. Die letzte Erscheinung gab es in der Nacht auf Montag, seither bekamen die "Aiderbichler" das Vieh selbst nicht mehr vor die Augen. Inzwischen ist es aber direkt am Haus eines Bauern vorbeigerannt, wie dieser telefonisch wissen ließ.

Und tut sich einmal nichts im Wald bei Zangberg, dann sorgen andere für Aufregung: Ein Anrufer am vergangenen Freitag teilte mit, die Kuh gefangen zu haben, und ließ diese auch in den Hörer muhen. "Jetz is so, red ma amoi Achilles, net, übers Lösegeld." Nachdem dann durch Beschreibungen geklärt schien, dass es sich tatsächlich um Yvonne handelt, nannte der Anrufer die Forderung: "10.000 Euro auf ein Schließfach am Salzburger Bahnhof. De Kua bind ma auf Gleis 8 an, da fohrt ka Zug mehr." Und zur Untermauerung stellte er dann klar: "Jetzt unter uns, i hob a anderes Angebot a no, von an Schlachthof. Der bietet mir 5.400 Euro an. Also, nur damit Sie wissen, was i maan..."

"Also wissen Sie, das sind Methoden", reagierte Freitag. Schließlich gab sich "Callboy" Gernot Kulis aber zu erkennen. "Es war sehr aufregend, wir sind ja derzeit alle sehr angespannt", so Britta Freitag heute. Mit dem zeitlichen Abstand kann sie sogar darüber lachen: "Im Nachhinein ist es schon lustig."

Yvonne gehörte ursprünglich einem Bauern in der Gemeinde Krems in Kärnten und hieß damals Angie. Der Landwirt verkaufte die Kuh nach Bayern, wo sie gemästet und dann geschlachtet werden sollte. Doch am 24. Mai lief das Tier von der Weide weg und lebt seither in den Wäldern rund um Zangberg im Landkreis Mühldorf. Als das Tier vor ein Polizeiauto rannte, wurde es zum Sicherheitsrisiko erklärt und zum Abschuss freigegeben. Gut Aiderbichl kaufte dem Bauern die Kuh ab, um ihr im bayerischen Deggendorf eine neue Heimat zu geben.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.07.2019 um 12:23 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/grenznah/anrufer-faengt-kuh-yvonne-und-verlangt-10-000-euro-loesegeld-oe3-callboy-59252599

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