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B20: Lkw kommt von Straße ab und fängt Feuer

Ein mit Milchprodukten beladener Lkw einer österreichischen Spedition ist am Freitagnachmittag von der B20 abgekommen und in eine Unterführung gestürzt. Ersthelfer befreiten den Fahrer leicht verletzt, bevor sein Fahrzeug und ein angrenzender Stadel in Vollbrand gerieten.

Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf ein Wohnhaus verhindern. Das Rote Kreuz brachte den 52-jährigen Trucker aus Salzburg mit leichten Verletzungen in die Kreisklinik Bad Reichenhall und versorgte vier Anwohner vor Ort, die an Atembeschwerden und Kreislaufproblemen litten.

Lkw stürzt in Unterführung und fängt Feuer

Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge ist der Lkw aus bisher ungeklärter Ursache kurz nach einer Tankstelle auf der B20 nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Im Anschluss walzte das Fahrzeug das Geländer einer Radunterführung nieder, der Auflieger stürzte von der Straße in die Unterführung. Die Zugmaschine rammte noch eine hölzerne Lärmschutzwand und einen Schuppen, und ging danach in Flammen auf. Nachfolgende Verkehrsteilnehmer hielten sofort an, halfen dem Fahrer aus seinem Fahrzeug und leisteten Erste Hilfe. Die Integrierte Leitstelle für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Traunstein alarmierte mit Alarmstufe B4 die Feuerwehren Ainring, Freilassing, Piding und Bad Reichenhall, das Technische Hilfswerk sowie den Rettungsdienst des Roten Kreuzes mit Notarzt, Rettungswagen und Einsatzleiter.

Fahrzeug und Stadel in Vollbrand

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte hatte das Feuer bereits auf das angrenzende Wohnhaus übergegriffen, der Lkw und der Stadel standen in Vollbrand. Die Bewohner des Hauses, zwei 39 und 83 Jahre alte Frauen sowie ein 43- und ein 83-jähriger Anwohner wurden durch die BRK-Helfer betreut. Der LKW-Lenker wurde mit einem Rettungswagen in die Kreisklinik nach Bad Reichenhall gebracht. Ein Feuerwehrmann erlitt eine Verbrennung an der Hand und eine Rauchgasvergiftung und musste ebenfalls nach notärztlicher Versorgung ins Krankenhaus.

200.000 Euro Schaden

Nach Abschluss der Löscharbeiten musste die Lärmschutzwand noch abgerissen werden, der ausgebrannte LKW wurde durch ein Abschleppunternehmen aus Altötting mittels eines Autokranes geborgen. Polizei-Einsatzleiter Gerhard Meier bezifferte den Schaden an Lkw, Lärmschutzwand und Stadel auf etwa 200.000 Euro. Während der Lösch- und anschließenden Bergearbeiten musste die B20 etwa fünf Stunden voll gesperrt werden. Aufgrund der Umleitung staute sich der Verkehr in Mitterfelden und Freilassing. Zudem musste die Unterführung, die mit der ausgelaufenen Milch und Löschwasser überflutet war, von einem Spezialunternehmen ausgepumpt und gereinigt werden.

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(Quelle: S24)

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