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Bad Goisern: Polizei hilft Vogelfängern

Eine Tierschutzpatrouille stellte am Wochenende zwei Vogelfänger in Bad Goisern (Bezirk Gmunden). Die Polizei sprach jedoch einen Platzverweis gegen die Tierschützer aus, da diese die öffentliche Ordnung stören würden.

Am Wochenende waren wieder Tierschutzpatrouillen im Salzkammergut unterwegs um Vogelfänger zu finden, zu filmen und notfalls anzuzeigen. Die Tierschützer wurden in Bad Goisern fündig, zwei Vogelfänger hatten Zeisige, Gimpel, Stieglitze und Fichtenkreuzschnabel als Lockvögel in winzige Käfige gesperrt und mehr als 50 Quetschfallen für die heimischen Singvögel aufgestellt. Bereits in der Früh hatte einer der Vogelfänger einen Gimpel und einen Fichtenkreuzschnabel gefangen. Die gefangenen Vögel verstauten die Fänger einfach in ihren Rucksäcken. Die Vögel werden ein Leben lang in Käfigen gehalten und als Lockvögel verwendet.

Tierschützer stören die öffentliche Ordnung Während die Tierschutzpatrouille die Fallen und Lockvögel der Vogelfänger filmten, tauchten zwei Polizeibeamte auf und erklärten, dass die Vogelfänger eine behördlich genehmigte Veranstaltung durchführen würden. Die Anwesenheit der Tierschützer würde die öffentliche Ordnung stören. Die Polizei sprach daraufhin einen Platzverweis aus und drohte mit einer Festnahme. „Es ist eine Schande, dass die lokalen Behörden das Tierschutzgesetz nicht vollziehen, nach dem diese Tätigkeit selbstverständlich verboten ist“, so Martin Balluch, Obmann des Vereins gegen Tierfabriken. „Das ist ja nicht das erste Mal, dass die Polizei legitime Tierschutztätigkeiten, die auf die Einhaltung oder Verbesserung des Tierschutzgesetzes abzielen, zu behindern versuchen.“
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.11.2019 um 07:49 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/grenznah/bad-goisern-polizei-hilft-vogelfaengern-59271046

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