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Bergsteiger aus Watzmann-Ostwand gerettet

Die Bergsteiger saßen in der Watzmann Ostwand fest. BRK/BGL
Die Bergsteiger saßen in der Watzmann Ostwand fest.

Am Sonntag haben Bergretter aus Berchtesgaden und der Ramsau (beide Lkr. BGL) zwei erschöpfte Bergsteiger aus der Watzmann-Ostwand geborgen. In einem stundenlangen und aufwendigen Einsatz sind die beiden Männer aus der Wand gerettet worden. Die Männer übernachteten in der Wand, als plötzlich Steinschläge auf sie niederprasselten.

26 Bergretter waren stundenlang mit der Bergung beschäftigt. Die beiden Bergsteiger waren am Samstagmorgen bei guten Wetterverhältnissen zu ihrer Tour aufgebrochen. Auf rund 1.850 Höhenmetern haben die Männer ihr Biwak an Bohrhaken in der Wand befestigt und übernachtet. In den frühen Morgenstunden begann es heftig zu regnen. Sturzbäche und Steinschlag kamen über die Wand herab. Die beiden Bergsteiger setzten einen Notruf ab.

Nebel verhindert Rettungsflug am Watzmann

Doch das Wetter stellte die Bergretter vor eine Herausforderung. Aufgrund der dichten Wolken war in der Nacht und am frühen Morgen kein Rettungsflug möglich. Die Einsatzkräfte wurden daher mit dem Boot zur Halbinsel Sankt Bartholomä gebracht. Von dort fuhren die Retter bis zur Eiskapelle hoch und trafen schließlich auf die frierenden und erschöpften Bergsteiger. Nach der medizinischen Erstversorgung begannen sie mit dem Abstieg. Der Abstieg war aufwendig: Aufgrund des starken Regens und der Erschöpfung der Bergsteiger mussten die Retter das komplette Gelände absichern.

Zwölfstündiger Einsatz für Rettungskräfte

Die Bergsteiger, ein 36-Jähriger und ein 37-Jähriger, sind gegen Sonntagmittag mit dem Seil an der Wasserfallplatte abgelassen worden. Im Bereich des Schuttkars haben die Rettungskräfte ebenfalls den Weg abgesichert, da sich die Steinschlag-Gefahr erneut erhöht hatte. In den frühen Abendstunden konnten die Bergsteiger und die Einsatzkräfte mit dem Rettungsboot zurückgebracht werden. Die Bergsteiger befanden sich in relativ guter Verfassung, die Einsatzkräfte waren nach dem zwölfstündigen Einsatz komplett durchgenässt.

Ein Rettungsflug wäre zu keiner Zeit möglich gewesen, da die Nebeluntergrenze unverändert über Stunden hinweg auf Höhe der Eiskapelle festhing und in der Wand Sichtweiten von nur wenigen Metern vorherrschten.

 

 

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 16.07.2019 um 06:26 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/grenznah/bergsteiger-aus-watzmann-ostwand-gerettet-57004501

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