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Bergsteiger in schwieriger Nachtaktion geborgen

Zwei Wiener Bergsteiger sind in der Nacht auf Montag am Großen Priel (Bezirk Kirchdorf) in Oberösterreich aus unwegsamem Gelände geborgen worden. Sie machten mit Lichtzeichen auf sich aufmerksam und wurden in einer nächtlichen Aktion gerettet.

Eine 38-jährige Frau war in der Nacht auf Montag mit einem 35 Jahre alten Kletterpartner, beide aus Wien, am Großen Priel (Bezirk Kirchdorf) in Oberösterreich unterwegs und während eines Steinschlags am Kopf getroffen worden. Nachdem sie keinen Notruf tätigen konnten, machten sie in der Nacht mit Lichtzeichen auf sich aufmerksam und wurden schließlich in einer nächtlichen Aktion von der Bergrettung geborgen.

Verletzte machten mit Lichtzeichen auf sich aufmerksam

Gegen 18.00 Uhr waren die gut ausgerüsteten Sportler, die Mitglieder eines alpinen Vereins sind, von der Welser Hütte aus gestartet. Sie wollten über den Nordwestgrat den Gipfel erreichen. Die Frau, die keinen Helm trug, wurde beim Aufstieg leicht verletzt. Da sie immer stärkere Kopfschmerzen bekam und ein Notruf zur Bergrettung nicht möglich war, bereiteten sich die beiden auf eine Übernachtung vor. Als die Dunkelheit einbrach, machten die Kletterer mit Lichtzeichen auf sich aufmerksam. Die Wirtin des Almtalerhauses sah das und alarmierte kurz nach 22.00 Uhr die Bergrettung.

Wirt lotste Einsatzkräfte zum Unfallort

Der Wirt der Welser Hütte lotste die Einsatzkräfte zum Unfallort. Wegen des Steinschlags gestaltete sich die Bergung schwierig, gegen 2.30 Uhr trafen sie schließlich das Pärchen an. Die Kletterer mussten teilweise abgeseilt werden, bis sie nach rund zwei Stunden zum Priel-Normalweg kamen. Von dort stiegen die Retter und die beiden Sportler zur Welser Hütte ab, wo sie um 5.40 Uhr eintrafen. Die Wiener Bergsteiger ruhten sich von den Strapazen aus und machten sich zu Mittag auf den Weg ins Tal.

(APA)

(Quelle: S24)

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