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Betrüger sammelten jahrelang "Spenden" in die eigene Tasche

Ein Betrüger-Duo hat von 2003 bis Weihnachten 2011 in Oberösterreich und Salzburg Spenden gesammelt. Das Geld - rund 20.000 Euro - wurde aber nicht für den guten Zweck verwendet, sondern floss in die Taschen der beiden.

Einer der Männer soll auch mehrere Gelegenheitsdiebstähle in den Häusern der Opfer begangen haben. Die zwei Verdächtigen wurden festgenommen. Das berichtete die Pressestelle der Polizei Oberösterreich am Donnerstag.

Betrüger suchten sich ältere Personen als Opfer aus

Der 52-jährige Pensionist aus dem Bezirk Kirchdorf und sein 46-jähriger Komplize aus Wels suchten sich als Opfer vor allem ältere, teils demente Personen aus. Viele waren bereits über 80 Jahre alt. Besonders spendenfreudige Personen besuchte das Duo zweimal im Jahr und brachte gelegentlich auch kleine Aufmerksamkeiten wie Schokolade, Wein oder Blumen mit.

82-Jähriger brachte Fall ins Rollen

Ein 82-jähriger Pensionist brachte den Fall ins Rollen. Er zeigte 2011 den Diebstahl seiner Brieftasche mit 700 Euro Inhalt an. Kurz zuvor hatte er die "Spendensammler" in die Wohnung gelassen. Die Ermittler verglichen die Causa mit zahlreichen ähnlichen Anzeigen in Oberösterreich und Salzburg und stießen auf das Duo. Insgesamt legen sie den Männern 550 Betrugshandlungen zur Last. Der 52-Jährige soll zudem Gelegenheitsdiebstähle begangen haben, etwa indem er Opfer um ein Glas Wasser bat und in der Zwischenzeit nach Wertgegenständen suchte. (APA)
(Quelle: S24)

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