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Bischof gewährt umstrittenem Pfarrer Auszeit bis 2012

Der umstrittene konservative Pfarradministrator von Kopfing (Bezirk Schärding), Andreas Skoblicki, hat Bischof Ludwig Schwarz um eine weitere Auszeit bis Jänner 2012 gebeten. Diese habe ihm Schwarz gewährt, berichtete die Diözese Linz in einer Presseaussendung am Donnerstag. Skoblicki ist seit Anfang Oktober im Krankenstand, weil seine Gesundheit aufgrund der heftigen Diskussionen um seine Person in der Öffentlichkeit sehr gelitten habe.

Der Krankenstand wäre am Freitag, ausgelaufen, so Diözesansprecherin Gabriele Eder-Cakl im APA-Gespräch. Ob und wann Skoblicki zurückkehren werde, konnte sie nicht sagen. Das sei eine Entscheidung, die der Bischof treffe. Er werde mit dem Priester im Gespräch bleiben. Dechant Johann Gmeiner, Stadtpfarrer in Grieskirchen, vertrat Skoblicki bisher und wird auch weiterhin die Seelsorge in Kopfing übernehmen.

Pfarradministrator sehr umstritten

Eine Aktionsgruppe warf dem polnischen Geistlichen, der seit 2004 als Pfarradministrator in Kopfing tätig ist, vor, für "sektenähnliche Zustände" verantwortlich zu sein. Beispielsweise spreche er von unehelichen Kindern als "Kinder der Sünde", deren Nachkommen seien "verdammt bis in die dritte Generation". Auch um den Religionsunterricht gab es Differenzen. Daraufhin hatte sich Skoblicki für mindestens drei Wochen krankgemeldet und war aus Kopfing abgereist. Schwarz wollte den Pfarradministrator ursprünglich per 6. Oktober entpflichten, weil ein Miteinander in der Gemeinde kaum mehr möglich schien. Dann zog er seine Entscheidung wieder zurück. Das betroffene Dekanat Andorf ging an die Öffentlichkeit, zeigte sich zutiefst enttäuscht und verlangte unter anderem einen pastoralen Begleiter für Skoblicki. Schwarz sagte zuletzt, dass er ebenfalls eine von allen Seiten akzeptierte Begleitung der Pfarre von außen als hilfreich empfinden würde. Er ortete aber auch "Mobbing" gegen den Priester, der ihm von zahlreichen bösartigen Anrufen und Briefen berichtet habe, in denen sogar Drohungen ausgesprochen worden seien. (APA)
(Quelle: S24)

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