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BP-Wahl: 42,3 Tonnen Papier und elf Kilo Farbe für 8,3 Mio. Stimmzettel

Die Wahlzettel sind bereits gedruckt. APA/BMI/ROBERT STEIN
Die Wahlzettel sind bereits gedruckt.

Bis zur Wiederholung der Hofburg-Stichwahl dauert es zwar noch sechs Wochen. Aber die 8,3 Millionen Stimmzettel und 1,5 Millionen Wahlkarten-Kuverts sind schon fertig: 42,3 Tonnen Papier hat die kbprintcom.at in Vöcklabruck mit elf Kilo Farbe bedruckt - was zwei Lkw-Ladungen an Dokumenten ergibt, die nun den Wahlbehörden zugestellt werden.

In der Meldung vom Sonntag war von 9,2 Millionen Stimmzetteln die Rede gewesen. Das Innenministerium korrigierte am Montag seine Angaben auf 8,3 Millionen.

Gleich nach der Aufhebung des ersten Wahlganges Anfang Juli hat die kbprintcom.at - ein österreichisches Familienunternehmen mit Sitz in Wien und Vöcklabruck - mit der Produktion der Unterlagen für den 2. Oktober begonnen. Der Druck der Stimmzettel selbst dauerte 80 Stunden und weitere 250 Stunden die Endfertigung der auf Endlospapierrollen produzierten Formulare. Die Wahlkarten wurden 100 Stunden lang gedruckt, die Endfertigung dauerte 170 Stunden.

Briefwahlkuverts besonders aufwändig in Herstellung

Die kbprintcom.at fertigt aber nicht nur die Stimmzettel und Briefwahlkuverts, sondern auch andere Drucksorten wie Kundmachungen, Infoblätter, Niederschriften - und den Leitfaden für die Wahlhelfer, der nächste Woche vorliegen wird.

Eine Schwesterfirma hat die ebenfalls verwendeten Online-Formulare - 30 verschiedene sind im Einsatz - entwickelt. So können z.B. Wahlberechtigte die für die Briefwahl nötige Wahlkarte über das Internet bestellen. Für die Wahlbehörden ermöglicht eine E-Procurementapplikation einen durchgängig elektronischen Bestellprozess.

Die Stimmzettel samt den blauen Wahlkuverts drucken und zusammenzufügen ist relativ einfach. Technisch aufwendig ist hingegen die Herstellung der (auch bei der Wiederholung wieder beigen) Briefwahlkuverts, erklärt Robert Stein, Leiter der Wahlabteilung im Innenministerium. Denn sie haben eine Aufreißlasche, damit die Bezirkswahlbehörde bei Einlagen die Daten (Zahl im Wählerverzeichnis, Gemeinde, Inland/Ausland) feststellen und sehen kann, ob die Wahlkarte nichtig (weil nicht unterschrieben) ist - ohne dass die Wahlkarte geöffnet und damit der Stimmzettel zugänglich wird.

Vöcklabrucker Firma seit 2003 für Wahldrucksorten zuständig

Die kbprintcom.at fertigt seit 2003 Wahldrucksorten für die Urnengänge auf Bundesebene (also Bundespräsident, Nationalrat, EU-Parlament). Früher war dies eine Aufgabe der Österreichischen Staatsdruckerei, von ihr hat kbprintcom.at die Endlos-Sparte (Formulardruck auf Endlospapier) gekauft. Ausschreibungen für Volksbefragungen oder Volksbegehren hat das österreichische Familienunternehmen ebenfalls gewonnen, auch bei den Arbeiterkammer- und Wirtschaftskammerwahlen kommen ihre Formulare zum Einsatz.

kbprintcom.at ist eine hundertprozentige Tochter der DPI-Holding - ein in österreichischem Familienbesitz stehender Druck- und Kommunikationsdienstleister für den deutschsprachigen Raum mit Sitz in Wien. Die DPI-Gruppe erzielt laut ihrem Geschäftsführer Arnold Tautermann-Bichler mit 415 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 60 Millionen Euro, erklärte Geschäftsführer Arnold Tautermann-Bichler der APA.

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 27.02.2021 um 08:28 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/grenznah/bp-wahl-42-3-tonnen-papier-und-elf-kilo-farbe-fuer-8-3-mio-stimmzettel-53598787

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