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Nach Darknet-Bestellungen

Polizei OÖ forscht Drogenringe und Abnehmer aus

Oma gab Enkel Fentanyl-Pflaster zum Verkauf

Polizei APA/BARBARA GINDL
Die oberösterreichische Polizei konnte insgesamt drei Drogenringe ausforschen.

Die oberösterreichische Polizei konnte in den letzten 5 Monaten drei Drogenringe mit 125 Abnehmern ausforschen. Aufmerksam geworden war man auf die illegalen Geschäfte durch vermehrte Bestellungen im Darknet.

Etwa seit Jahresbeginn ist im Bezirk Braunau ein Anstieg von Darknet-Bestellungen zu verzeichnen. Auch vermehrter Drogenhandel und –konsum konnte festgestellt werden. Auffallend war laut Polizei der zunehmende Konsum von Fentanyl-Pflastern und Heroin bei relativ jungen Menschen. Fünf Monate ermittelte man deshalb gezielt und konnte dabei insgesamt drei Drogenringe ausforschen, die zum Teil dieselben Abnehmer bedienten.

Im Darknet nach Braunau bestellt

In allen drei Fällen wurden die verkauften Drogen über das Darknet bestellt. In Zusammenarbeit mit der Zollfahndung Linz konnten die für den Post-Empfang genutzten Briefkästen im Inland und im benachbarten Bayern ausfindig gemacht werden.

Oma gibt Fentanyl-Pflaster Enkel

Sämtliche Lieferanten, Subdealer und insgesamt 125 Abnehmer flogen im Laufe der Ermittlungen auf. Außerdem konnte eine 59-Jährige aus dem Bezirk Braunau ausgeforscht werden, die über Monate hinweg ihre Fentanyl-Pflaster an ihren Enkel weitergab. Dieser sollte die Pflaster verkaufen und sich so das Taschengeld aufbessern.

Drogen und Waffen sichergestellt

Bei insgesamt 12 Hausdurchsuchungen seit Jänner wurden bisher neun Personen festgenommen. Neben einem Kilogramm Cannabis, 630 Gramm Amphetamin, 100 Gramm MDMA, 40 Gramm Heroin, 14 Fentanyl-Pflaster, 53 Gramm Ketamin, knapp 1000 Stück psychotroper Tabletten und verschreibungspflichtigen Medikamenten konnten auch verbotene Waffen sichergestellt werden.

Beschuldigte hatten selben Kundenkreis

Fünf der sechs Hauptbeschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft. Sie sollen zum Großteil unabhängig voneinander agiert haben, bedienten jedoch denselben Kundenstamm. Auch die ausgeforschten Abnehmer wurden wegen Delikten nach dem Suchtmittelgesetz angezeigt.

(Quelle: SALZBURG24)

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