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Burgstaller: „Deutschland soll für Studenten in Österreich zahlen“

Beim Treffen mit dem bayerischem Wirtschaftsminister Martin Zeil unterbreitete Landeshauptfrau Gabi Burgstaller einen Vorschlag, der die „Überbevölkerung“ deutscher Studenten an Salzburger Universitäten lösen könnte.

Bei einem Arbeitstreffen mit dem bayerischen Wirtschaftsminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten Martin Zeil brachte Landeshauptfrau Gabi Burgstaller vergangene Woche unter anderem die hohe Zahl deutscher Studierender an den österreichischen Universitäten zur Sprache. "Durch die Grenznähe zu Deutschland ist besonders die Universität Salzburg mit enormen Herausforderungen konfrontiert, die Gesamtzahl deutscher Studierender in Salzburg stieg in den vergangenen Jahren ständig an und lag zuletzt bei knapp 20 Prozent", so die Landeshauptfrau.

Deutschland soll für ihre Studenten in Österreich zahlen

Burgstaller erläuterte Zeil ihren Lösungsvorschlag: Demnach soll nicht die Mobilität der Studierenden eingeschränkt werden, sondern das Land, aus dem die Studierenden stammen, für die Finanzierung des Studiums aufkommen. Dies würde zum Beispiel bedeuten, Deutschland zahlt für seine deutschen Studierenden in Österreich, und Österreich bezahlt für seine Studierenden, die innerhalb der EU studieren wollen. Burgstaller hatte diesen Vorschlag bereits der zuständigen EU-Kommissarin Androulla Vassiliou vorgestellt, die diesen grundsätzlich positiv bewertet hatte. Das Gespräch mit Zeil bezeichnete Burgstaller als "Versuch Salzburgs, für diesen Plan innerhalb der EU Verbündete zu finden". Staatsminister Zeil sicherte Burgstaller zu, den Vorschlag ernsthaft zu prüfen.
(Quelle: S24)

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