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Chronologie des Schreckens: Kinder als Mordopfer

Kinder als Opfer von Familientragödien: Immer wieder treiben Beziehungskrisen, Geldsorgen, psychische Probleme und Überforderung Menschen zu Bluttaten innerhalb des Familienverbandes. Väter oder Mütter, aber auch andere Familienmitglieder töten in scheinbar ausweglosen Situationen ihre Kinder. Oft sind auch psychische Probleme der Täter oder Täterinnen Auslöser. Im Folgenden Fälle seit dem Jahr 2000:

Jänner 2000: Eine 24-jährige Frau erdrosselt in Wien-Landstraße ihre beiden Kinder Enes (2) und Ömer (6). Von der mutmaßlichen Täterin fehlt bis heute jede Spur. Es wird befürchtet, dass sie Selbstmord begangen hat. Februar 2000: In Knittelfeld erdrosselt eine 69 Jahre alte Pensionistin ihren sechs Jahre alten Enkel. Sie sei schon seit längerem der Meinung gewesen, diese Welt sei nichts für ihren Enkel, er solle es "besser haben". August 2001: Eine Grazerin ersticht ihren kleinen Sohn kurz vor dessen fünften Geburtstag. Danach sitzt die schon seit längerem unter Depressionen leidende Frau stundenlang neben der Leiche. Juni 2003: Ein vierjähriger behinderter Bub stirbt nach schweren Misshandlungen in der Grazer Kinderklinik. Sein Vater soll ihm die Schädelverletzungen und die inneren Verletzungen zugefügt haben. Oktober 2004: In Saalfelden ertränkt eine 35-jährige Mutter ihre fünfjährige Tochter in der Badewanne und versucht danach, sich das Leben zu nehmen. Das Motiv der geschiedenen Frau: Sie wollte ihr Kind nicht mit dem Vater teilen. Oktober 2004: In einer Linzer Wohnung werden die Leichen einer 42-jährigen Frau sowie zweier Babys entdeckt. Die Frau dürfte die Kinder unmittelbar nach der Geburt umgebracht haben. Juni 2005: In einem Zweiparteienhaus in Graz werden vier tote Säuglinge in einer Gefriertruhe bzw. in Kübeln einzementiert unter Gerümpel gefunden. Eine 32-jährige Grazerin steht im Verdacht, die Babys nach der Geburt getötet zu haben. Juli 2005: Eine 45-jährige Mutter erschlägt in Graz ihre beiden halbwüchsigen Söhne im Schlaf mit einer Hacke. Anschließend fährt sie mit dem Zug nach Wien, wo sie von der Polizei festgenommen wird. Jänner 2006: Ein 50-jähriger Frühpensionist tötet nach einem Streit mit seiner Frau vier seiner fünf Kinder in Mauerbach (Niederösterreich). Auf der Flucht wird der Mann beim Versuch, eine Polizeisperre zu durchbrechen, erschossen. November 2007: Vom Freund der Mutter wird der 17 Monate alte Luca schwer misshandelt und missbraucht. Der Bub stirbt im Wiener SMZ-Ost Spital zwei Tage später an einem Gehirnödem. Alte Verletzungen zeigen, dass der Sohn der Tirolerin aus dem Bezirk Schwaz von dem Niederösterreicher monatelang gepeinigt wurde. Der Mann wird zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und einer Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verurteilt. Ein Jahr unbedingte Freiheitsstrafe lautet das Urteil für die Mutter. Mai 2008: Wegen Geldschulden löscht ein 39-Jähriger seine Familie in Wien und Oberösterreich aus. In Hietzing erschlägt er zuerst seine Frau und seine siebenjährige Tochter mit einer Axt, bevor er in Ansfelden seine Eltern und in Linz seinen Schwiegervater umbringt. Er wollte seinen Angehörigen "die Schmach" ersparen. Dezember 2009: In einem Hotel in Wien-Hietzing bringt eine Mutter ihren zweijährigen Sohn um und tötet sich selbst. Die Frau hinterlässt einen Abschiedsbrief. Jänner 2011: Der dreijährige Cain wird in Bregenz zu Tode geprügelt. Auch sein älterer Bruder weist Verletzungen auf. Als Tatverdächtiger wird wenige Tage später der Lebensgefährte der Mutter in der Schweiz festgenommen. Im November wird Mordanklage gegen ihn erhoben, die sein Pflichtverteidiger aber beeinsprucht. Dezember 2011: In Innsbruck ertränkt eine Mutter ihre siebenjährige Tochter in der Badewanne. Die schwer verstörte Frau gesteht die Tat, kann zu ihrem Motiv zunächst aber keine Angaben machen. März 2012: Furchtbarer Fund in Reichenau in Mühlkreis: Eine Mutter soll ihren vierjährigen Sohn getötet und danach versucht haben, sich das Leben zu nehmen. (APA)
(Quelle: S24)

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