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Cluster in St. Wolfgang ist "Herausforderung"

Anschober: "Nächste Wochen Phase der Weichenstellung"

20200630_PD0905.HR.jpg APA/REGINA AIGNER/Archiv
"Es war klar, dass nach zehn Öffnungsschritten, den Grenzöffnungen und dem Start der Tourismussaison das Risiko steigen wird und verstärkt regionale Clusterbildungen eintreten werden", so Anschober. (ARCHIVBILD)

Der Infektions-Cluster, der sich im Salzkammergut um den Touristenort St. Wolfgang gebildet hat, stelle "eine besondere Herausforderung dar", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Sonntag. Sein Ressort und die Landesbehörden würden sich bei der Vorgehensweise intensiv abstimmen. Die nächsten Wochen sieht er als eine "Phase der Weichenstellung" in der Corona-Krise.

"Es war klar, dass nach zehn Öffnungsschritten, den Grenzöffnungen und dem Start der Tourismussaison das Risiko steigen wird und verstärkt regionale Clusterbildungen eintreten werden", so Anschober. "Hier liegt es in dieser 3. Phase der Pandemie an den regionalen Gesundheitsbehörden, auf Basis der Vorgaben des Gesundheitsministeriums bei Testanzahl und Testdauer sowie beim Kontaktpersonenmanagement sehr konsequent und rasch diese Clusterbildungen einzugrenzen." 

Neuinfektionen in allen Bundesländern 

Mit der schrittweisen Verschärfung der Einreisebestimmungen und der Ausdehnung der Maskenpflicht sei auf die Erhöhung des Risikos reagiert worden. Jetzt gehe es darum, "eine stabile Situation zu erhalten und jede sprunghafte Erhöhung der Zahlen zu vermeiden". Auffällig sei international und auch in Österreich, "dass immer mehr junge Menschen betroffen sind und auch zunehmend Menschen in schwierigen sozialen Lebenssituationen". 

Erstmals seit Wochen waren in Österreich in den vergangenen 24 Stunden alle Bundesländer von Neuinfektionen betroffen (wir haben berichtet). Insgesamt 134 Neuinfektionen standen 85 Neugenesenen gegenüber. Erfreulich sei, dass dennoch die Zahl der Erkrankten in Spitalsbehandlung stabil bleibt, wie auch die Anzahl der Intensivpatienten. Der Reproduktionsfaktor liege aktuell in Österreich bei 1,13. 

(Quelle: APA)

Erneut dreistellige Zahl bei Neuinfektionen

Coronavirus Pixabay
(SYMBOLBILD)

Erneut deutlich dreistellig ist die Anzahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus am Sonntag ausgefallen: Österreichweit wurden 134 Menschen positiv auf SARS-CoV-2 getestet, teilte das Innenministerium mit (Stand 9.30 Uhr). Die meisten neuen Fälle gab es mit 60 in Wien, gefolgt von Oberösterreich mit 23 und Niederösterreich mit 22.

Kein Bundesland blieb diesmal ohne neue bestätigte Ansteckungen: Tirol meldete elf Neuinfektionen, in Vorarlberg wurden zehn gezählt, im Burgenland waren es drei, in Kärnten und Salzburg jeweils drei und in der Steiermark ein neuer Fall. 

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Aktuelle Zahlen zum Coronavirus 

Bisher gab es laut Innenministerium in Österreich somit 20.472 positive Testergebnisse. 712 Menschen sind mit oder an Covid-19 verstorben, 18.209 wieder genesen. Die Anzahl der bestätigten aktiven Fälle betrug damit am Sonntagvormittag 1.551. 

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97 Menschen wurden mit einer Corona-Erkrankung in Spitälern behandelt. 15 dieser Patientinnen und Patienten lagen auf Intensivstationen. 

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