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Ansturm hält sich in Grenzen

Tag eins der Massentests in Kitzbühel

Gratis Covid-Tests nach Mutationsverdacht

Wegen des Mutations-Verdachts in Kitzbühel im Bezirk St. Johann (Tirol) sind heute Corona-Massentests gestartet worden. Erst gegen Mittag habe sich die Frequenz erhöht. Der Bürgermeister hofft auf eine höhere Beteiligung am morgigen Samstag.

Am Vormittag war es klirrend kalt, die Gemeinde war in Nebel gehüllt. Im Veranstaltungszentrum "Kaisersaal" warteten acht Teststationen auf Testwillige. Der Andrang war überschaubar. Erst gegen Mittag hat sich die Frequenz erhöht.

Andrang auf Corona-Massentests in Kitzbühel gering

Bis dahin haben etwa die Hälfte der 550 angemeldeten Personen einen Rachenabstrich vornehmen lassen. Dennoch zeigt sich der Bürgermeister von St. Johann, Hubert Almberger (ÖVP), etwas enttäuscht: "Ich hoffe, dass es in den nächsten Tagen noch mehr werden", sagt er. 

Womöglich liege es am Wetter, meint er und zeigt auf den mittlerweile blauen Himmel. "Viele sind wohl auch Skifahren gegangen", findet er in diesem Zusammenhang eine Erklärung mit kritischem Unterton für die eher spärlich eintrudelnden testbereiten Personen.

Motive der Testwilligen verschieden

Manchem verschlägt es angesichts dieses Abstrichs fast die Sprache. "Ich möchte einfach Gewissheit haben", sagt ein Mann nach seiner Motivation zur Testteilnahme befragt und räuspert sich dabei mehrmals. Ein Mann Mitte 60 meint hingegen, dass er auch auf seine 95-jährige Mutter Rücksicht nehmen wolle. "Es ist bereits mein zweiter PCR-Test", erklärt er.

Etwas weiter gefasst und gesellschaftspolitischer ist die Intention einer Frau Anfang 40. "Es ist der einzige Weg zurück zur Normalität", sagt sie. Deshalb teste sie sich "so oft es nur geht". Auch ein Mann um die 30 sieht die Situation ähnlich: "Ich will damit einen gesellschaftlichen Beitrag leisten".

Neben anderen, pragmatischen Gründen, wie etwa der Niederschwelligkeit des Angebots, gibt es auch Stimmen, die die nahenden Hahnenkammrennen im Blick haben. "Ich lasse mich wegen der Rennen und auch aus den damit verbundenen wirtschaftlichen Gründen testen", meint eine Frau, die ein kleines Kind mit hat.

Ergebnis per SMS

Unabhängig von der Testintention wird allen Getesteten im Kaisersaal gleichermaßen in Aussicht gestellt, das Testergebnis "spätestens morgen" per SMS zu erhalten. 

Weniger Anmeldungen für Samstag

"Derzeit sind für morgen weniger Menschen als heute angemeldet", sagt ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes. Ob die Hoffnung des Bürgermeisters auf eine höhere Beteiligung aufgeht, scheint also derzeit noch ungewiss.

(Quelle: APA)

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