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Deutsche Bundespolizei vereitelt Großschleusung bei Oberaudorf

Die Bundespolizei hat am Sonntag auf der Autobahn von Kufstein Richtung Inntaldreieck eine Großschleusung vereitelt. Ein türkischer und ein irakischer Staatsangehöriger brachten zehn Personen im Alter von 17 bis 25 Jahren auf der Ladefläche eines Kastenwagens illegal nach Deutschland.

Wie die Bundespolizeiinspektion Rosenheim berichtet, zogen Fahnder der Bundespolizei das Mietfahrzeug mit deutscher Zulassung bei der Anschlussstelle Oberaudorf aus dem Verkehr. Der Fahrer, ein 50-jähriger Türke, und sein 18-jähriger Beifahrer irakischer Abstammung konnten sich ordnungsgemäß ausweisen. Dennoch verhafteten die Bundespolizisten beide, denn der Blick in den Transportraum des Fahrzeugs offenbarte ihre kriminellen Machenschaften.

Insgesamt befanden sich zehn junge Männer auf der Ladefläche. Sechs von ihnen gaben an, aus Syrien zu stammen, vier kamen nach eigenen Angaben aus dem Irak. Ersten Erkenntnissen der Rosenheimer Bundespolizei zufolge mussten die illegal Eingereisten für ihren Transport aus der Heimat pro Person mehrere tausend Dollar zahlen. Ein Teil des Schleuserlohns wäre laut Bundespolizei dann auch für den türkischen Fahrer und seinen irakischen Begleiter abgefallen.

Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurden vier der zehn Flüchtlinge in Haft genommen, um ihre Zurückschiebung nach Italien sicherzustellen. Wie sich herausstellte, hatten diese dort bereits Asyl beantragt. Die übrigen sechs konnten einer Münchner Aufnahmeeinrichtung zugeleitet werden. Am Montagmorgen führten Beamte die mutmaßlichen Schleuser beim Rosenheimer Amtsgericht vor. Der Richter ordnete die Untersuchungshaft an. Die Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Rosenheim dauern noch an, so die Polizei Rosenheim.

(Quelle: S24)

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