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Drogendealer schickten sich selbst "Paket" per Post

Drogenfahnder der Bayerische Polizei konnten im Jänner und Februar sechs mutmaßliche Drogendealer festnehmen, die sich selbst per Post Drogen geschickt hatten.

Die Beamten der Polizei Rosenheim hatten seit mehreren Monaten ein Ehepaar im Visier, das im Verdacht steht, in erheblichem Umfang mit Drogen zu handeln. Ende Januar 2011 schnappte schließlich die Falle zu. Als das Pärchen per Post eine Lieferung mit Heroin, Kokain und Cannabis erwartete, standen an Stelle des Paketdienstes die Drogenfahnder vor der Tür.

Das Ehepaar wurde vorläufig festgenommen. Wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Rauschgifthandels in nicht geringen Mengen erließ der Richter Haftbefehle gegen die beiden Hartz-IV-Empfänger. Sie waren bereits einschlägig polizeibekannt. Der 10-jährige, gemeinsame Sohn wurde in Absprache mit dem Jugendamt bei den Großeltern untergebracht, meldete die Polizei in einer Aussendung am Montag.

Anfang Februar klickten auch für zwei Brüder aus Bad Aibling (19 und 22 Jahre alt) und ihren 34-jährigen, türkischen Freund aus Rosenheim die Handschellen. Auch in diesem Fall warteten die drei Männer auf ein Paket, das sie einige Tage zuvor in Dortmund selber aufgegeben und an ihre Adresse in Bad Aibling gesandt hatten.

In dem Paket befanden sind rund 700 Gramm Haschisch und zehn Gramm Marihuana, das sie vorher in Holland erworben und illegal nach Deutschland eingeführt haben dürften.

Zu Beginn der vergangenen nahmen die Drogenfahnder schließlich einen weiteren Verdächtigen, einen 40-jährigen, einschlägig vorbestrafter Mann aus Rosenheim fest.

Dem arbeitslosen Hartz IV-Bezieher wird der gewinnbringende Handel mit erheblichen Mengen Kokain zur Last gelegt, wofür er im Falle einer Verurteilung mit einer empfindlichen Freiheitsstrafe zu rechnen hat, meldet die Polizei.

(Quelle: S24)

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