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Einbrecher kommen in Dämmerung: Tipps für die dunkle Jahreszeit

Dämmerungseinbrecher schlagen vor allem im Herbst und Winter zu. Bilderbox
Dämmerungseinbrecher schlagen vor allem im Herbst und Winter zu.

Die frühe Dämmerungszeit in den Herbst- und Wintermonaten ruft jedes Jahr Einbrecher auf den Plan. Täter würden bevorzugt zwischen 16 und 21 Uhr zuschlagen, die Polizei hat ein breit angelegtes Maßnahmenpaket geschnürt. Wir geben euch einen Überblick.

Neben verstärkter Informations- und Präventionsarbeit setzt die Polizei als Gegenmaßnahme auf spezifische Analysemethoden und rasche Fahndungen, teilte das Bundeskriminalamt (BK) am Donnerstag mit. Die Zahl der Anzeigen wegen Dämmerungseinbrüchen sank in Österreich 2016 um 3,1 Prozent gegenüber 2015.

Strategie der Dämmerungseinbrecher

Die Dämmerungseinbrecher schlagen von November bis Jänner zu, warnt das Bundeskriminalamt. Die Täter sind besonders zwischen 16 und 21 Uhr unterwegs, abhängig von der Dämmerungszeit. Zu den Tatorten zählen meist Wohnungen und Wohnhäuser, die gut an Hauptverkehrsverbindungen angebunden sind und eine rasche Flucht ermöglichen. Siedlungsgebiete mit schwer einsehbaren Grundstücken und ebenerdig gelegene Wohnungen stehen besonders im Fokus.

Die Täter versuchen zumeist durch das Aufzwängen von Terrassentüren und gartenseitig gelegenen Fenstern, Türen oder Kellerzugängen in das Wohnobjekt einzudringen. Dabei nutzen sie meist einfache Hilfsmittel und brechen mit Schraubenzieher oder einer Zange schlecht gesicherte Türen oder Fenster auf.

Polizei gibt Tipps gegen Einbrecher

Die Polizei beugt diesem Phänomen vor und reagiert zielgerichtet darauf. Vernetzte Analysemethoden, rasche Fahndungsmaßnahmen und Ermittlungen sowie Schwerpunkte beim Streifendienst stehen im Fokus. Großes Augenmerk wird auch heuer wieder auf Prävention und den Kontakt mit der Bevölkerung gelegt. Denn durch eigene, meist einfache Sicherungsmaßnahmen, können Einbrecher abgeschreckt werden. Das belegen auch die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik: Bei 40 Prozent aller Wohnraumeinbrüche in Österreich 2016, das sind 5.194 angezeigte Fälle, blieb es beim Versuch und dem Täter gelang es nicht, die Tat zu vollenden und Diebesgut zu entwenden.

Präventionsmaßnahmen setzen

Diese Tatsache geht meist mit dem guten Eigenschutz und den richtig gesetzten Präventionsmaßnahmen der Bevölkerung einher. Dabei sind eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe enorm wichtig. Eine Vertrauensperson, die bei Abwesenheit nach dem Rechten sieht und den Postkasten entleert, leistet wertvolle Dienste. Die Polizei will aber auch die Menschen dazu motivieren, sie bei verdächtigen Beobachtungen zu verständigen. Niemand soll sich scheuen die nächste Polizeidienststelle zu kontaktieren oder im Notfall 133 zu wählen.

  • Hochwertige Schlösser einbauen lassen
  • Fenster und Balkontüre schließen
  • Keine Wohnungsschlüssel unter Fußmatten, Blumentöpfen oder ähnliches legen
  • Keine unübersichtliche Bepflanzung direkt am Haus. Wegräumen, was Einbrechern nützen könnte (Leitern, Kisten usw.)
  • Außenbeleuchtung installieren
  • Bewegungsmelder und Zeitschaltuhren anbringen
  • Kellerabgänge beleuchten
  • Außensteckdosen sollten von innen abschaltbar sein, um Einbrechern nicht die Möglichkeit zur Stromabnahme zu geben
  • Terrassentüren durch einbruchshemmende Rollbalken oder Scherengitter sichern

(APA/S24)

Aufgerufen am 14.12.2018 um 02:18 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/grenznah/einbrecher-kommen-in-daemmerung-tipps-fuer-die-dunkle-jahreszeit-57023512

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