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Einheitliche Regelungen für Wettwesen gefordert

Im Bild: Tarik Mete, JUSOS-Vorsitzender und NR-Abg. Johann „Jacky“ Maier Neumayr/MMV
Im Bild: Tarik Mete, JUSOS-Vorsitzender und NR-Abg. Johann „Jacky“ Maier

Dringende bundeseinheitliche Regelungen für das Wettwesen wurden Montagvormittag im Rahmen einer Pressekonferenz in Salzburg gefordert.

 "In Österreich ist das Wettwesen bundesländerweise neunmal unterschiedlich geregelt, es gibt de facto keine Jugendschutzkontrollen und außerdem illegales Glücksspiel und Wettbetrug. Das muss sich so rasch wie möglich ändern", so SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier.

Glücksspielbegriff mit klaren Beschränkungen

Aus diesen Gründen fordert Maier ein Bundesgesetz für ein "Bundeswetten-Gesetz", mit dem die neun unterschiedlichen Buchmacher- und Totalisateurgesetze der Länder abgelöst werden und ein umfassender Glücksspielbegriff mit klaren Beschränkungen von Wettangeboten geschaffen wird.

Daher hat der Wirtschaftsminister in Verhandlungen mit den Bundesländern sicherzustellen, dass bei den derzeit zugelassenen Wettanbietern als Präventionsmaßnahme gegen Wett- und Spielsucht die Einhaltung von Jugendschutzbestimmungen in Wettlokalen auch kontrolliert und Verstöße entsprechend sanktioniert werden können. "Das kann bis zu Betriebsschließungen gehen, auf alle Fälle müssen die Sanktionen so hart sein, dass es sich nicht lohnt", betont Maier.

EU-weite Regelung bei Online-Wetten

Der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher fordert weiters, dass die zuständigen Bundesminister auf die Bundesländer einwirken sollen, gegen die derzeit bescheidmäßig zugelassenen Wettanbieter vorzugehen, wenn diese in ihren Wettlokalen illegale Wetten und illegales Glückspiel anbieten ( vor Jahren gelaufen Hunde und Pferdewetten), sowie eine europaweite Regelung betreffend "Online-Wetten". "Die EU-Kommission muss hier gemeinsam mit den Mitgliedstaaten gegen nichtlizenzierte Wettanbieter vorgehen und die damit verbundenen Zahlungsströme unterbinden", so Maier.

Spielsucht nimmt bei Jungen zu

"Wir müssen so rasch wie möglich handeln, denn die pathologische Spiel- und Wettsucht nimmt zu, insbesondere bei jungen Menschen. Damit geht Hand in Hand eine Zunahme der Beschaffungskriminalität", betont SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier und verweist auf aktuelle Zahlen aus dem Jahr 2011, wonach es bereits 65 Überfälle auf Wettbüros in Österreich gab. Außerdem ist die unkontrollierbare Eröffnung weiterer Betriebsstätten durch Wettanbieter kommunalpolitisch bedenklich. "Ein Wettlokal neben dem anderen, damit verändern sich Straßen und Stadtteile.  Die Bevölkerung ist verunsichert", betont Maier abschließend.

(Quelle: S24)

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