Jetzt Live
Startseite Grenznah
Grenznah

Einsatzkräfte am Watzmann mehrmals gefordert

Zwei Bergsteiger gerieten in der Watzmann-Ostwand in Bergnot. BRK BGL
Zwei Bergsteiger gerieten in der Watzmann-Ostwand in Bergnot.

Die Einsatzkräfte der bayerischen Bergwacht waren am Freitag am Watzmann gefordert: Ein Mann stürzte drei Meter tief ab und musste versorgt werden, kurze Zeit später gerieten zwei Bergsteiger in der Watzmann-Ostwand in Bergnot.

Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ haben am Freitagnachmittag einen 49-jährigen Bergsteiger aus Unterfranken aus dem Watzmannkar gerettet. Der Mann war im Aufstieg über den Falzsteig zum Watzmannhaus vom Weg abgekommen und wollte dann über ein Felsband zurück, wobei er den Halt verlor und rund drei Meter tief abstürzte.

Andere Bergsteiger verständigen Hilfe

Ein anderer Bergsteiger hörte ihn und rief laut um Hilfe, was wiederum drei Bergsteiger im Kar hörten, die dann um 14.10 Uhr per Notruf die Leitstelle in Traunstein verständigten. Mit dem Hubschrauber „Christoph 14“ wurden die Bergwacht und Notarzt per Tau zur Unfallstelle gebracht. Danach wurde der Verletzte per Tau ins Tal ausgeflogen, wo ihn eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes übernahm und in die Kreisklinik Bad Reichenhall einlieferte.

Altschnee: Bergsteiger in Not

Am späten Freitagnachmittag ging über Umwege ein Alarm für die Bergwacht Berchtesgaden aus der oberen Watzmann-Ostwand ein, wo zwei junge ortsansässige Bergsteiger nach Aufstieg über den Berchtesgadener Weg rund 70 Meter oberhalb der Biwakschachtel aufgrund des steinhart gefrorenen, glatten Altschnees vom letzten Wintereinbruch nicht mehr weiterkamen.

"Christoph 14" erneut im Einsatz

Die Frau und der Mann waren nach der Biwakschachtel weiter nördlich in Richtung Kar gegangen, um in die Sonne und damit in weniger vereiste Abschnitte zu kommen. Da ihnen dies nicht gelang, beratschlagten sich dann mit der Bergwacht über Handy, wie sie aufgrund der schwierigen Verhältnisse weiter vorgehen sollen, wobei sie auch nicht mehr ohne größere Gefahr bis zur Biwakschachtel absteigen konnten. „Christoph 14“, den die Bergwacht Ramsau gerade nach dem Einsatz zwischen Falzsteig und Kar wieder aufgetankt hatte, brachte zwei Berchtesgadener Bergretter zum Hirschwieskopf und von dort aus per Tau in die Nähe der beiden Bergsteiger, die sich mit einer Schlinge an einen Felskopf gesichert hatten.

Die Bergretter mussten aufgrund des sehr eisigen Untergrunds zuerst einen sicherten Standplatz bohren, wobei einer der beiden Männer dann mit Steigeisen und seilgesichert rund 70 Meter querte und 20 Meter aufstieg. Er brachte das unverletzte, aber frierende Duo dann am Seil zu einem besseren Aufnahmepunkt. „Christoph 14“ schaffte es, die beiden Bergsteiger und die beiden Bergretter in zwei Tau-Aufzügen noch vor Einbruch der Dunkelheit auszufliegen.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.05.2021 um 09:07 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/grenznah/einsatzkraefte-am-watzmann-mehrmals-gefordert-60474469

Kommentare

Mehr zum Thema