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Enthafteter 80-Jähriger ist Töchtern nicht böse

Der am Freitag nach fälschlichem Inzestverdacht enthaftete 80-Jährige aus dem Innviertel will mit seinen beiden Töchtern nach deren anfänglicher Blutschande-Beschuldigungen wieder unter einem Dach leben. Laut mehreren Medienberichten sei der Mann den beiden 45- und 53 Jahre alten Frauen nicht böse.

Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe wären nach seinem Dafürhalten den intellektuell beeinträchtigten Frauen vorgesagt worden, um an das Haus des Pensionisten zu kommen. Er sei froh, wenn die beiden Töchter wieder zu ihm nach Hause zurück kämen. Zum einen fehlten sie ihm, zum anderem brauche er die beiden, damit sie seinen Haushalt führen können. Jedoch sei ihm gesagt worden, seine Kinder würden nicht heim kommen, solange er da sei.

Im Familienleben habe es aber nie etwas gegeben: Die ältere Tochter habe freiwillig in der Stube auf der Bank geschlafen, damit sie die jüngere Schwester in der Nacht versorgen könne, die im Nebenraum schlief. Freiwillig habe die 53-Jährige mit verschränkten Armen am Tisch lehnend geschlafen. Blaue Flecken habe die Frau nur im Gesicht davon getragen, wenn sie schlafend von der Bank gefallen war. Er selber wäre nicht tätlich gegen sie geworden.

Die Tage in der Haft habe er mit Fernsehen verbracht. Selten führte der 80-Jährige Gespräche mit anderen Mithäftlingen. Verhört wäre er nie worden - nur zweimal hätte eine Befragung durch einen Psychiater stattgefunden.

Im angeblichen Inzest-Fall des 80-Jährigen gingen Ende August national und international die Wogen hoch: Laut anfänglicher Anklage durch die Behörden hätte er seine beiden Töchter seit den 1970er Jahren missbraucht. Im vergangenen Mai sei er von seiner älteren Tochter bei einem weiteren Vergewaltigungsversuch zu Boden gestoßen worden. Er konnte nicht mehr selber aufstehen, die Töchter ließen den betagten Mann am Boden liegen und riefen erst zwei Tage später eine Sozialarbeiterin. Durch ihre Anzeige bei der Polizei und anschließende Ermittlungen kam der Fall ins Rollen.

(Quelle: S24)

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