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Evangelische Pfarre in OÖ verabschiedete sich von ihrem Geistlichen

Zum ersten Mal in der Geschichte der evangelischen Kirche in Oberösterreich hat sich eine Pfarrgemeinde in einer Abstimmung gegen ihren Geistlichen entschieden. Das berichtete das ORF-Radio Oberösterreich am Samstag. Ein evangelischer Geistlicher im Bezirk Gmunden wurde bei einer Abstimmung der Pfarrgemeindevertreter von der Mehrheit abgelehnt.

Gründe sollen sein, dass der Priester die Aufgaben von Seelsorge und Management nicht wie gewünscht geschafft haben soll. Der Priester wollte gegenüber der APA zu den Vorwürfen keine Stellungnahme abgeben. Die Kirchenbänke blieben in der betroffenen Pfarre zunehmend leer, Ehrenamtliche seien von dem Geistlichen vergrault worden, so die Vorwürfe. Seit elf Jahren wirkte der Priester in der Gemeinde. Seit dem Jahr 2000 können Pfarrgemeinden alle zwölf Jahre über die Besetzung des Seelsorgers abstimmen. Der evangelische Superintendent Gerold Lehner sagt im Gespräch mit dem ORF Oberösterreich, dass es immer wieder einen Teil der Leute gebe, wo die Chemie nicht stimme. Daher sei es auch gut, wenn es Wechsel gebe. In der jetzt betroffenen Gemeinde hatte sich nur der amtierende Pfarrer beworben. Die jetzt erfolgte Abwahl des hauptamtlichen Seelsorgers sei für die Betroffenen daher auch "überraschend" und "unangenehm", wird Superintendent Lehner zitiert. (APA)
(Quelle: S24)

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