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Ex-Hurrikan "Helene" bringt sommerliche Temperaturen nach Europa

Die 30-Grad-Marke gelangt wieder in Reichweite. APA/Harald Schneider
Die 30-Grad-Marke gelangt wieder in Reichweite.

In den tropischen Gefilden ist in diesen Tagen ausgesprochen viel los. Für Schlagzeilen sorgen nicht nur Hurrikan "Florence" und Taifun "Mangkhut", mit "Helene" gab es auch einen Hurrikan auf dem offenen Atlantik, welcher nun als außertropisches Tiefdruckgebiet in unser Wettergeschehen eingreift.

"Ex-Helene" erreicht am Montagabend als kräftiges Sturmtief Irland und später Schottland. An seiner Vorderseite verstärkt sich dadurch die Zufuhr sehr warmer Luft, die 30 Grad-Marke kommt auch bei uns wieder in Reichweite.

"Helene": Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h

Gebildet hat sich Hurrikan "Helene" bereits am 9. September südlich der Kapverdischen Inseln, seitdem war sie über dem offenen Atlantik unterwegs und hat sich inzwischen zu einem tropischen Sturm abgeschwächt. "Nach der Passage der westlichen Azoren nimmt sie nun Kurs auf Europa und wandelt sich weiter in ein außertropisches Tief um", so Ubimet-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer in einer Aussendung. "Laut übereinstimmender Modellberechnungen erreicht 'Ex-Helene' am Montagabend Irland als kräftiges Sturmtief mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h."

Ähnlicher Fall vergangenen Oktober

Eine solche Zugbahn ist selten, kommt aber doch immer wieder mal vor. Erst im Oktober des vergangenen Jahres hat es einen ähnlichen Fall gegeben, als Ex-Hurrikan "Ophelia" ebenso Irland überquert hat.

In Europa wieder 30 Grad möglich

In Mitteleuropa muss man sich jedenfalls keine Sorgen machen, ein kräftiges Hochdruckgebiet bringt hier wieder freundliches Wetter. Bis weit in die kommende Woche hinein präsentiert sich das Wetter im Alpenraum von seiner sonnigen und oft auch trockenen Seite. Morgendliche Nebelfelder lösen sich meist auf, am Nachmittag bilden sich nur im westlichen Bergland ein paar Schauer und Gewitter.

Deutlich zu warm für die Jahreszeit

Dazu bleibt es deutlich zu warm für die Jahreszeit. "Und dies wiederum ist auch auf 'Ex-Helene' zurückzuführen", so Spatzierer. "Denn durch die starke südwestliche Strömung auf ihrer Vorderseite wird die Zufuhr subtropischer Luft erst richtig angekurbelt." Wieder gelangt diese Woche die 30 Grad-Marke in Reichweite, womöglich zum letzten Mal in diesem Jahr. Eine Wetterumstellung hin zu unbeständigerem und kühlerem Wetter zeichnet sich momentan ab Freitag ab.

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