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Gedenkgottesdienst ein Jahr nach Zelteinsturz mit zwei Toten in OÖ

Das Festzelt stürzte bei einem Sturm ein. (Archivbild) APA/MANFRED FESL
Das Festzelt stürzte bei einem Sturm ein. (Archivbild)

Ein Jahr nachdem beim Zeltfest der Freiwilligen Feuerwehr Frauschereck (Bez. Braunau am Inn) durch einen orkanartigen Sturm ein Zelt eingestürzt ist und zwei Menschen starben, wird am Sonntag mit einem Gottesdienst der Katastrophe gedacht, danach gibt es einen Frühschoppen. "Es war eine interne Entscheidung der Feuerwehr, heuer etwas kleiner zu feiern", sagte Kommandant Norbert Reisegger der APA.

Am 18. August des Vorjahres war gegen 22.30 Uhr beim Zeltfest durch einen orkanartigen Sturm das Festzelt in St. Johann (Bezirk Braunau) teilweise eingestürzt und völlig verwüstet worden. Rund 650 Menschen hatten sich darin aufgehalten. Zwei der Festbesucher - ein 28-jähriger Einheimischer und eine 19-Jährige aus Rumänien gebürtige Krankenschwester in Ausbildung - wurden getötet. 28 Leute wurden schwer, 87 leicht verletzt.

Verfahren wegen Gefährdung eingestellt

Ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Gemeingefährdung gegen den damaligen Feuerwehrkommandanten und den Bürgermeister wurde von der Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis im April eingestellt. Die Opfer stellten daraufhin keinen Antrag auf Fortführung des Verfahrens, hieß es aus der Staatsanwaltschaft Ried, also sei die Einstellung rechtskräftig. "In gewisser Hinsicht waren wir schon erleichtert, aber unsere Gedanken sind auch bei den Opfern und Schwerverletzten", so Reisegger. Etliche Feuerwehrleute waren unter den Verletzten.

"Geschehen, das vergisst man nicht"

Sicher hätten die Mitglieder der Feuerwehr das Unglück aufgearbeitet, doch "natürlich ist das ein Geschehen, das vergisst man nicht, das beschäftigt einen immer wieder". Dass er im heurigen Mai die Kommandatur übernommen habe, sei bereits ein Jahr davor festgestanden und habe nichts mit der Katastrophe am Zeltfest zu tun, erklärte Reisegger. Der ehemalige Kommandant Feichtenschlager habe nach wie vor Kontakt zu den Familien der Opfer.

Gedenken an die Opfer

Heuer gehe es vor allem um das Gedenken, sagte Reisegger. Der Frühschoppen nach dem Gedenkgottesdienst findet im Feuerwehrhaus statt. Auf der Website wird extra darauf hingewiesen, dass es am Freitag- und am Samstagabend keine Veranstaltungen geben wird. Wie es im kommenden Jahr weitergeht, könne er noch nicht sagen.

(APA)

(Quelle: S24)

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