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Großglockner: Zwei Männer bei Lawinenabgang verschüttet

Auch Lawinensuchhunde wurden am Großglockner eingesetzt. (Symbolbild) APA/Barbara Gindl/Archiv
Auch Lawinensuchhunde wurden am Großglockner eingesetzt. (Symbolbild)

Bei einem Lawinenabgang bei Kals am Großglockner in Osttirol sind am Freitag zwei Männer aus Deutschland verschüttet worden. Einer von ihnen konnte geborgen werden. Der 25-Jährige konnte aber nicht mehr reanimiert werden. Die Suche nach einem weiteren 25-Jährigen wurde am Abend unterbrochen.

Das Schneebrett, das die beiden Deutschen verschüttete, hatte sich bereits gegen 12.30 Uhr gelöst. Der Abgang wurde aber von niemanden gesehen. Erst als die beiden nicht im Tal ankamen, gab ein Bekannter von ihnen eine Vermisstenanzeige auf. Gegen 15.00 Uhr wollten zufällig zwei Einheimische die gleiche Strecke abfahren und entdeckten dabei den Lawinenabgang.

Suche nach Verschüttetem unterbrochen

Die beiden Einheimischen konnten einen der Verschütteten mit Hilfe eines Lawinenverschüttetensuchgeräts (LVS-Gerät) orten und bergen, erklärte der Polizist. Sofort eingeleitete Reanimationsversuche blieben jedoch erfolglos. Die Suche nach dem zweiten Verschütteten ist am frühen Abend vorerst unterbrochen worden. "Die Retter steigen nun ab und besprechen dann die weitere Vorgehensweise", sagte ein Sprecher der Polizei zur APA. Der zweite Verschüttete hatte auch nach stundenlanger Suche nicht geortet werden können.

Ob die Suche noch am Freitag wieder fortgesetzt werde, sei ungewiss, hieß es. Die Retter müssten in diesem Fall wieder zu Fuß zur Unglücksstelle aufsteigen. Der Anriss der Lawine sei 100 breit und rund 400 lang gewesen. Der Einsatzleiter sprach gegenüber der APA von einem "riesigen Ausmaß". Lawinensuchhunde, Bergrettung und Alpinpolizei waren vor Ort. Aufgrund des dichten Nebels konnte der Hubschrauber nicht direkt zur Unfallstelle fliegen, hieß es.

Suchaktion am Großglockner./APA/ZEITUNGSFOTO.AT Salzburg24
Suchaktion am Großglockner./APA/ZEITUNGSFOTO.AT

Lawinenabgang auch im Tiroler Kühtai

Bei einem zweiten Lawinenabgang im Kühtai (Bez. Imst) konnten zwei Teilverschüttete geborgen werden. Die Schneemassen waren teilweise bis auf eine Skipiste gedonnert. Rund 150 Helfer und mehrere Lawinenhunde suchten den Lawinenkegel ab. Nachdem keine weiteren Verschütteten gefunden wurden, wurde die Suche gegen 18.00 Uhr unterbrochen. Die Retter wollten die weitere Vorgehensweise noch besprechen.

(APA)

(Quelle: S24)

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