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Sechsstündiger Einsatz

Kletterer vom Hochstaufen gerettet

Bergretter mit Hubschrauber im Einsatz

In einer sechsstündigen Aktion haben Mittwochnachmittag 14 Einsatzkräfte der Bergwachten einen leicht verletzten Kletterer von der Gipfelwand des Hochstaufens in Piding (Lkr. Berchtesgadener Land) gerettet.

Der 48-jährige Urlauber aus Nordrhein-Westfalen war nach zwei Stürzen psychisch blockiert, berichtet das Bayerische Rote Kreuz in einer Aussendung. Die Bergretter waren bei dichtem Nebel in der Gipfelwand des Pidinger Klettersteigs im Einsatz.

Nachfolgender Kletterer hilft aus

Der Mann zog sich bei den Stürzen leichte Verletzungen zu. In einer Höhe von rund 1.730 Metern war er dann nicht mehr in der Lage, das letzte steile Stück bis zum Ausstieg am Gipfel-Plateau ohne Hilfe zu bewältigen. Kurz nach 15 Uhr setzte er deshalb bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab. Ein weiterer nachfolgender Kletterer fand den Mann in seiner hilflosen Lage und betreute ihn vor Ort, bis die Bergwacht eintraf.

Bergretter abgesetzt

Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ hatte wegen des dichten Nebels im oberen Drittel der Nordwand keine Chance, die Einsatzstelle direkt anzufliegen und setzte deshalb insgesamt vier Bergretter westlich des Klettersteigs ab. Die Einsatzkräfte stiegen dann weiter zu Fuß über den Normalweg auf und seilten sich vom Plateau aus zur Einsatzstelle ab. Dabei gestaltet sich der weitere Einsatz wesentlich unkomplizierter als erwartet.

Hochstaufen: Kein Heli-Flug möglich

Der Kletterer war trotz der nasskalten Witterung und der beiden Stürze noch gehfähig und konnte seilgesichert in Begleitung selbst bis zum Gipfel aufsteigen. Obwohl die Westwand im Bereich des Normalwegs immer wieder bis zum Gipfel wolkenfrei wurde, hing der Nebel über Stunden hartnäckig in der Nordwand des Klettersteigs fest, sodass an einen Rettungsflug nicht zu denken war.

Langer Einsatz für Bergretter

Nach einer Rast im Reichenhaller Haus führte die Bergwacht den 48-Jährigen über den Normalweg bis zur Steiner Alm und fuhr ihn dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall, wo er durchgecheckt wurde. Insgesamt waren 14 Bergretter rund sechs Stunden lang gefordert.

(Quelle: SALZBURG24)

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