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Hubschrauber-Absturz: Ermittlungen auf Hochtouren

Der Hubschrauber nach dem Absturz in Kirchham. APA/WERNER KERSCHBAUMMAYR/FOTO-K
Der Hubschrauber nach dem Absturz in Kirchham.

Die Ermittlungen nach dem Hubschrauber-Absturz am Samstagabend in Kirchham (Bez. Gmunden) in Oberösterreich, bei dem der Pilot ums Leben gekommen war, sind am Montag auf Hochtouren gelaufen. Der Gesundheitszustand der beiden schwerverletzten Passagiere war zumindest stabil.

Die Polizei hat am Montag begonnen, die Augen- und Ohrenzeugen des Unfalles nach ihren Wahrnehmungen zu befragen. Der Hubschrauber soll Beobachtungen zufolge sehr tief über einem ausgedehnten Waldgebiet in der Ortschaft Kogl im Gemeindegebiet von Kirchham geflogen sein, ehe er abstürzte. Kirchham ist ein Meldepunkt im Anflug zum Flugplatz Gschwandt bei Gmunden. Zuvor hatte der Pilot per Funk von dort Informationen zur beabsichtigten Landung eingeholt.

Verletzte am Weg der Besserung

Der Pilot, ein 46-jähriger Bundesheer-Angehöriger aus Salzburg, ist bei dem Absturz getötet worden. Seine beiden Passagiere, eine 49-jährige Frau aus Gmunden und ein 45-Jähriger aus St. Florian am Inn (Bez. Schärding), wurden schwer verletzt in das Landeskrankenhaus Vöcklabruck beziehungsweise in das Klinikum Wels eingeliefert. Der Zustand der Frau ist stabil, der Mann konnte inzwischen von der Intensiv- in eine Normalstation verlegt werden. Für die Staatsanwaltschaft Wels ist ungewiss, ob ihre Befragung zur Aufklärung der Absturzursache beitragen kann. Noch nicht bestätigt wurde, dass es sich bei dem Unglücksflug um ein Geburtstagsgeschenk gehandelt habe. Der Flug führte von Gschwandt zu einem Restaurant in die Obersteiermark und wieder zurück.

Hubschrauber-Absturz bei Dämmerung

Der Unfall passierte kurz vor ECET. Dieses "Ende der bürgerlichen Abenddämmerung" ist ein in der Luftfahrt gebräuchlicher Begriff. Ab diesem Zeitpunkt sind die Sichtflugbedingungen nicht mehr gegeben. Flüge müssen dann nach den Vorgaben für den Nachtsichtflug oder Instrumentenflugregeln durchgeführt werden. Ermittlungen ergaben, dass der Pilot eine gültige Lizenz besaß, er war sogar Fluglehrer.

Das Wrack des Fluggerätes wird von Sachverständigen untersucht. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das noch längere Zeit in Anspruch nehmen wird. (APA)

(Quelle: S24)

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