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Hundeattacke: Opfer berichtet

Die Hunde hatten dem 63-Jährigen ein Ohr abgebissen. APA
Die Hunde hatten dem 63-Jährigen ein Ohr abgebissen.

Jener 63-jähriger Oberösterreicher, der am Samstag im Bezirk Freistadt von drei Schäferhund-Dobermann-Mischlingen seiner Nachbarin schwer verletzt wurde, muss noch einige Zeit im Linzer Allgemeinen Krankenhaus bleiben.

Wie berichtet rissen die Tiere dem Mann fast das ganze linke Ohr weg und fügten ihm sehr viele Bisswunden zu, sagte die Stationsärztin der Unfallchirurgie, Claudia Thunhart, am Mittwoch. Die 52-jährige Besitzerin wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt.

Ob das Ohr, das bis auf das Ohrläppchen fehlt, rekonstruiert werden kann, sei noch unklar, so die Medizinerin. Problematisch sei der Keimbefall in den Wunden, Sehnen oder Muskeln wurden nicht abgetrennt. Das abgebissene Ohr habe man nicht mehr gefunden, sagte das Opfer im Gespräch mit der APA. Der Mühlviertler half seiner älteren Nachbarin, der Mutter der 52-Jährigen, mit ihrem Auto, als die drei großen Hunde aus dem Haus kamen. "Ich hab extra noch gefragt, ob sie eh eingesperrt sind", betonte der Mann. Doch die Tiere dürften ausgekommen sein und gingen auf den 63-Jährigen los.

"Die haben mir die Fetzen heruntergerissen. Am Kopf habe ich einen gewaltigen Biss gespürt", schilderte das Opfer die schlimmen Momente. Erst als die 52-Jährige aus dem Haus kam, hätten die Hunde von ihm abgelassen und seien verschwunden. Der 63-Jährige wurde von der Rettung ins Spital gebracht. Er will Schmerzensgeld fordern. Nachbarn, die den Verletzten im AKH besuchten, bestätigten, dass man sich im Ort vor den Hunden, die immer eingesperrt seien, fürchte. Nun werde die Bezirkshauptmannschaft entscheiden, was mit den Vierbeinern geschehe, teilte die Polizei-Pressestelle der APA mit. (APA)

(Quelle: S24)

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