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Infusionsverwechslung in oö. Spital: Zweites mögliches Opfer obduziert

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen. APA/FOTOKERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAUMMAYR
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen.

Im Fall von verwechselten Infusionen im Landeskrankenhaus Kirchdorf, wodurch zumindest ein Patient ums Leben gekommen ist, wurde ein mögliches weiteres Opfer obduziert. Jene 81-jährige Frau war bereits beerdigt und wurde exhumiert. Das Ergebnis des toxikologischen Gutachtens liege erst in einigen Wochen vor, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Steyr, Andreas Pechatchek, am Freitag mit.

Noch liefen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung unter besonders gefährlichen Umständen gegen einen bereits namentlich bekannten Pfleger sowie vier bis fünf Personen, die ebenfalls falsche Infusionen verabreicht haben könnten. Sie dürften vor der Medikamentengabe nicht mehr das Etikett auf dem Gebinde überprüft haben. Ein 61-jähriger Oberösterreicher, der am 30. September mit Vorhofflimmern ins Kirchdorfer Spital eingeliefert worden war, starb wenige Tage später an den Folgen der Verwechslung.

Kirchdorf: Ermittlungen wegen weiterer Opfer

Wie sich bei internen Überprüfungen herausstellte, könnten noch drei weitere Patienten statt der verordneten Kalium/Magnesium-Infusion eine Gabe von Calciumchlorid/Magnesiumchlorid erhalten haben. Zwei von ihnen überlebten, jene betagte und gesundheitlich schwer angeschlagene Frau war bereits verstorben. Die Staatsanwaltschaft Steyr ordnete daraufhin die Exhumierung und Obduktion an, um zu klären, ob auch sie durch das falsche Präparat gestorben ist.

(APA)

(Quelle: S24)

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