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Kommt Führerscheinausbildung in Schulen?

Für Diskussion sorgt ein Vorschlag der Jungen Sozialdemokraten (Jusos) Salzburgs, die sich für eine kostenlose theoretische Führerscheinausbildung in den Schulen aussprechen.

Während Parteichefin Landeshauptfrau Gabi Burgstaller dem Vorschlag durchaus etwas abgewinnen kann, halten ihn Verkehrspsychologen des Instituts "alles-Führerschein.at" für bedenklich. Die Jusos hatten ihre Forderung am Rande eines Pressegesprächs erhoben. Burgstaller meinte dazu, dass sie den Vorschlag im Sinne der Verkehrssicherheit gerne aufgreifen möchte. Es sei aber klar, dass der praktische Teil ausgelagert bleibe und für die Umsetzung einzig der Bund zuständig sei.

Verkehrspsychologen üben Kritik

Kritik kam hingegen am Donnerstag von Verkehrspsychologen: "Eine Führerscheinausbildung in der Schule durch Nicht-Experten wäre ein Rückschritt für die Verkehrssicherheit. Ein derartiges Modell ist mir in der ganzen EU nicht bekannt", kritisierte Gregor Bartl vom Institut "alles-führerschein.at", der im Auftrag der Europäischen Kommission zwei EU-Projekte zur Fahrlehrerausbildung leitete, in einer Aussendung.

Gymnasiallehrer sind keine Fahrlehrer

Das Wissen in Sachen Straßenverkehr sei heutzutage Spezialwissen, das nicht von Laien vermittelt werden sollte, so Bartl. Die Ausbildung zum Fahrlehrer dauere mehrere Monate, und die meisten Fahrlehrer, die Theorie unterrichten, würden über jahrelange Erfahrung verfügen. "Gymnasiallehrer können daher in diesem Bereich nur als Laien bezeichnet werden." Zudem würden sich die didaktischen Methoden in der Fahrschule grundlegend von jenen in der Schule unterscheiden. (APA)
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 15.05.2021 um 12:09 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/grenznah/kommt-fuehrerscheinausbildung-in-schulen-59331151

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