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Konservativer Geistlicher in Oberösterreich bleibt doch im Amt

Der konservative Pfarrer von Kopfing, der polnischen Priester Andreas Skoblicki, bleibt doch im Amt. Der zuständige Linzer Ludwig Schwarz hat seine Entscheidung zurückgenommen.

"Der wichtigste Umstand für meine Entscheidung, nämlich die große Sorge um die Zukunft der Pfarrgemeinde Kopfing und die Gefährdung der Einheit, konnte von vielen Gläubigen nicht nachvollzogen werden", stellte der Bischof in seiner Erklärung fest. Obwohl es zuvor ausführliche Gespräche sowohl mit Vertretern der verschiedenen Positionen als auch mit dem Pfarradministrator selbst gegeben habe, bei denen er auch ein gewisses Verständnis für seine Absicht gefunden habe, hätte sich in den folgenden Tagen die tiefe Betroffenheit bei vielen der Kirche und dem Pfarradministrator verbundenen Menschen abgezeichnet. Die ursprüngliche Absicht, mit einem Wechsel in der Leitungsverantwortung für die Pfarre wieder mehr Ruhe und Gemeinschaftssinn einkehren zu lassen, sei trotz manch gegenteiliger Bekundung für ein friedliches Miteinander nicht erfüllt worden. Eine weitere Voraussetzung für die geplante rasche Ablöse habe in der vorgesehenen unmittelbaren Nachbesetzung durch einen anderen Priester bestanden. Der Kandidat habe jedoch seine ursprüngliche Bereitschaft, sich versöhnend auf den pfarrlichen Konflikt einzulassen, kurzfristig zurückgenommen. Der polnische Priester, der laut seinen Gegnern für "sektenähnliche Zustände" verantwortlich sein und uneheliche Kinder als "Kinder der Sünde", die Schule als "Teufelswerk" oder Lehrkräfte als "vom Satan besessen" bezeichnet haben soll, habe ihm versichert, dass er in der kommenden Zeit erneut auf alle Menschen guten Willens zugehen wolle, erklärte Schwarz. Zu der Entpflichtung hatte sich nach deren Bekanntwerden auch der Salzburger Weihbischof Andreas Laun geäußert. In einem Interview mit dem katholischem Internetmagazin "kath.net" sprach er von "innerkirchlicher Christenverfolgung". (APA)
(Quelle: S24)

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