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Kritik an angeblichem Fall von Rassismus vor Welser Lokal

Die "Welser Initiative gegen Faschismus" (Antifa) kritisiert einen angeblichen Fall von Rassismus vor einem Lokal der Stadt. Ein Türsteher habe Ende Jänner drei dunkelhäutige Männer nicht in das Gebäude gelassen, berichtete sie am Donnerstag in einer Aussendung.

Für Schwarze gebe es laut Chef-Anweisung generell keinen Einlass, soll die Begründung des Mitarbeiters gewesen sein. Beim Magistrat Wels wurde eine Verwaltungsstrafanzeige erstattet. Der Lokalbetreiber stritt im APA-Gespräch die Vorwürfe ab: "Das ist schlichtweg Lug." Er selbst beschäftige einen Mann afrikanischer Abstammung als Bar-Chef.

Am 29. Jänner wollte laut Antifa eine größere Gruppe von jungen Leuten das Welser Lokal besuchen. Drei jungen Männern mit dunkler Hautfarbe soll der Zutritt vom Türsteher gezielt verweigert worden sein. Alle anderen aus der Gruppe hätten daraufhin geschlossen auf einen Besuch verzichtet. Der Welser Rechtsanwalt Heinrich Oppitz vertritt für die Antifa kostenlos die abgewiesenen Nachtschwärmer in der Angelegenheit. Er habe sechs "äußerst glaubwürdige" Zeugen, berichtete Oppitz. "Das war eine krasse Menschenrechtsverletzung, die an das untergegangene Apartheid-Regime in Südafrika erinnert." Zudem seien zwei der drei Abgewiesenen österreichische Staatsbürger, einer leiste gerade seinen Präsenzdienst im Ausland. Beim Magistrat Wels wollte man auf Nachfrage unter Berufung auf den Datenschutz keine Auskunft in der Causa geben. Das Strafausmaß könne jedenfalls bis zu 1.090 Euro betragen, hieß es.

Der von der Antifa beschuldigte Lokalbetreiber wehrte sich vehement gegen die erhobenen Diskriminierungsvorwürfe: "Das stimmt sicher nicht." Immerhin würde eine Basketballmannschaft wöchentlich bei ihm einkehren, darunter seien etwa sechs Spieler mit dunkler Hautfarbe. Auch einige seiner Mitarbeiter hätten Migrationshintergrund, so der Gastronom. Er vermute, dass die abgewiesenen Männer zu betrunken gewesen sein dürften. "Ich bin schon drei- bis viermal in so einer Sache angezeigt worden. Die sind alle bisher im Sand verlaufen, weil nichts dahinter war." (APA)
(Quelle: S24)

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