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Lawinenhunde als effektivste Methode um Verschüttete aufzuspüren

Ein Lawinenhund ersetzt bei der Suche nach Verschütteten 20 Bergwachtleute. Nach wie vor ist der Einsatz von Hunden die effektivste Methode, um Lawinenopfer schnell und effektiv aufzuspüren.

Im gesamten Alpenraum sterben jährlich rund 120 Menschen nach Lawinenverschüttung. Die Tendenz ist aufgrund immer größerer Risikobereitschaft steigend. Trotz guter Wintersportbedingungen mussten die Retter von Bergwacht und BRK in der aktuellen Saison bisher nur zu zwei Lawinenunfällen und einer Vermisstensuche in den Berchtesgadener und Chiemgauer Alpen ausrücken. Gut riechen können Hunde von Geburt an. Was sie aber suchen sollen, müssen sie Schritt für Schritt lernen. Bei der rund dreijährigen Ausbildung zum Suchhund wird vor allem der Spieltrieb der Tiere genutzt. „Wir trainieren nicht den angeborenen Geruchsinn der Hunde. Wir bringen ihnen nur bei, dass sie die gestellten Aufgaben wesentlich einfacher lösen, wenn sie ihre Nase einsetzen“, erklärt der Reichenhaller Hannes Jahrstorfer.

Feinsinnige Hundenasen kombiniert mit moderner Technik

Suchhunde arbeiten flink und effektiv, lassen Apparate wie Radar- oder Lawinen-Verschütteten-Suchgeräte hinter sich. Trotzdem kombinieren die Retter die Fähigkeiten des Hundes mit moderner Technik. „Wenn am Berg jemand vermisst wird, haben wir meist keine genaueren Angaben, um das in Frage kommende Gebiet genauer einzugrenzen. Seit rund zwei Jahren werden deshalb bei Bedarf von den Hunden auch GPS-Empfänger getragen, die die zurückgelegte Wegstrecke permanent aufzeichnen. Strecker: „Kreuzen sich die Linien am Bildschirm, läuft der Hund also mehrmals über dieselbe Stelle, hat er mit großer Wahrscheinlichkeit die Witterung des Vermissten aufgenommen – den entsprechenden Teilabschnitt suchen wir dann nochmals genauer ab.“
(Quelle: S24)

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