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Gutachten

Tödlicher Balkonsturz in OÖ: Schwere Baumängel

55-Jährige kommt bei Unfall ums Leben

Ein Gutachten zeigte, dass schwere Baumängel Schuld an einem tödlichen Unfall in Lenzin (Bezirk Vöcklabruck) waren. Am Ostermontag stürzte ein Balkon eines Wohnhauses ab, eine 55-Jährige kam dabei ums Leben.

Nach dem Absturz eines Balkons in Lenzing (Bezirk Vöcklabruck), bei dem eine Frau ums Leben gekommen ist, deutet ein Gutachten nun auf einen schweren Baumangel hin: Laut der Expertise habe die Errichtung des Balkons "jeglicher Regel der Statik" widersprochen, bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wels der APA einen entsprechenden Bericht in der Gratiszeitung "heute" (Donnerstag-Ausgabe).

Oma bei Absturz von Balkon getötet

Drei Frauen und ein vierjähriger Bub waren am Ostermontag mitsamt dem Balkon dreieinhalb Meter abgestürzt. Die 55-jährige Oma des Kindes kam dabei ums Leben, die Mutter und eine Besucherin wurden schwer verletzt, das Kind nur leicht. Gegen den Wohnungsbesitzer - er soll zuvor die Stützen des Balkons entfernt haben, weil ihm der Vorbesitzer gesagt habe, diese seien nur Zierde - wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.

Balkon falsch errichtet

Ein von der Staatsanwaltschaft Wels in Auftrag gegebenes Gutachten entlastet den Mann nun aber. Laut der Expertise sei der in den 1960ern errichtete Balkon vollkommen falsch gebaut worden. Ob das Verfahren gegen den Mann nun eingestellt wird bzw. ob gegen jemand anderen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird, ist noch offen: Das Gutachten sei noch ganz frisch und man warte auf den Abschlussbericht der Polizei bevor man weitere Schritte setze, so die Staatsanwaltschaft.

(Quelle: APA)

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