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Mordversuch: "Kein konkreter Hinweis auf 'Objekt 21'"

"Objekt 21" könnte mit dem Attentat auf den Passauer Polizeichef in Verbindung stehen. APA/PHILIPP WIATSCHKA/SALZI.AT
"Objekt 21" könnte mit dem Attentat auf den Passauer Polizeichef in Verbindung stehen.

"Es gibt keinen konkreten Hinweis, dass jemand vom 'Objekt 21' etwas mit dem Fall Mannichl zu tun gehabt hat", sagte der Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz, Michael Tischlinger, auf APA-Anfrage.

Er bestätigte, dass es Anfang April ein Treffen der Behörden der beiden Länder gibt. Dabei geht es nicht nur um den Mordversuch, sondern auch um die Kontakte der rechtsextremen Szene zwischen Oberösterreich und Deutschland im Allgemeinen.Linz/Passau.

Mordversuch an Passauer Polizeichef ungeklärt

Wie die Tageszeitung "Österreich" vor einigen Tagen berichtet hatte, interessieren sich nun auch bayerische Ermittler für die Mitglieder des rechten - so die Eigendefinition - "Freizeit- und Kulturvereins". Laut "Kronen Zeitung" soll es Anfang April in Linz eine Fallbesprechung zwischen deutschen und den österreichischen Kriminalisten geben. Der Mordversuch am Passauer Polizeichef ist nach wie vor ungeklärt. Von den Tätern, die aus dem Neonazi-Milieu kommen dürften, fehlt trotz Phantombildern mit markanten Tätowierungen jede Spur.

Polizeichef mit Messer attackiert

Unbekannte hatten Mannichl 2008 vor der Tür seines Hauses in der Dunkelheit aufgelauert. Ein glatzköpfiger Mann warf ihm nationalistische Parolen an den Kopf und versetzte ihm einen Messerstich. Die elf Zentimeter lange Klinge verfehlte das Herz nur knapp, eine Notoperation rettete dem Spitzenbeamten das Leben. "Du trampelst auf den Gräbern unserer Kameraden herum", soll der Attentäter unter anderem zu seinem Opfer gesagt haben. Hintergrund dürfte sein, dass der Passauer Polizeichef bei einer Gedenkveranstaltung für Kriegsopfer angeblich auf eine Grabplatte gestiegen sein soll, was auf einschlägigen Internetplattformen für Unmut sorgte. (APA)

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