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Müll auf den Bergen: "Vielen ist gar nicht klar, was sie mit einer Bananenschale anrichten"

"Was man hinaufträgt, nimmt man auch wieder mit ins Tal" – So lautet die Devise vieler Bergsteiger, aber scheinbar nicht aller, wie ein viraler Facebook-Post des Stüdlhütten-Wirts am Großglockner zeigt. Brigitte Slupetzky vom Salzburger Alpenverein appelliert im Gespräch mit SALZBURG24 an die Wanderer und klärt auf.  

"Zwei Mal täglich sieht unsere Hütte so aus", schreibt der Pächter der Stüdlhütte zu vier Bildern, die er am Sonntag auf seiner Facbook-Seite postete. Zu sehen sind verdreckte Zimmer und Müll am Boden. Dosen, Plastiksackerl, auch Brot. "Täglich müssen wir ca. 300 Liter Müll zusammenklauben", führt er aus. Auch am nahen Gletscher kämen jeden Tag an die 150 Liter Abfall hinzu. Die Stüdlhütte liegt auf der Osttiroler Seite des Großglockners auf 2.801 Meter Seehöhe.

Salzburger Alpenverein appelliert an Wanderer

Bewusstseinsbildung will man auch beim Salzburger Alpenverein betreiben, sagt Brigitte Slupetzky, Vorsitzende des Landesverbandes. Bereits seit 1970 gibt es die Aktion "Saubere Berge". "Vielen ist gar nicht klar, was sie beispielsweise mit einer weggeworfenen Bananenschale anrichten", ist sie überzeugt.

Bis eine Bananen- oder Orangenschale verrottet, vergehen bis zu drei Jahre. Bei Papiertaschentüchern und Kaugummis sind es gar bis zu fünf Jahren. Zigarettenstummel brauchen bis zu sieben Jahre, daneben geben sie Chemikalien und Schwermetalle an die Natur ab.

Aufgerufen am 19.11.2018 um 03:03 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/grenznah/muell-auf-den-bergen-vielen-ist-gar-nicht-klar-was-sie-mit-einer-bananenschale-anrichten-58611181

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